Mexiko-Stadt (dpa) - Lewis Hamilton hat es wieder geschafft. Zum fünften Mal gewinnt der Brite den WM-Titel in der Formel 1. Erneut ist Sebastian Vettel der Geschlagene.

Es gibt Gründe:

FERRARI HAT ZU VIELE FEHLER GEMACHT

Vettels Arbeitgeber hat sich zu viele Ausrutscher geleistet. Taktisch und strategisch machte Ferrari einige Fehler, verpasste dadurch bessere Rennplatzierungen. Hinzu kam, dass der Wagen in der zweiten Saisonhälfte zunächst in die falsche Richtung weiter entwickelt wurde. Vorbei war es mit dem zunächst als schnellstes Auto im Feld bezeichneten Ferrari. Vorbei war es mit dem Kampf um die Fahrer-WM schon im drittletzten Rennen.

VETTEL HAT ZU VIELE FEHLER GEMACHT

Woran es auch immer lag, der Starpilot der Scuderia patzte zu oft, um gegen diesen Hamilton zu bestehen. Landsmann Nico Rosberg hatte es eigentlich vorgemacht, als er 2016 die WM im Teamduell gegen Hamilton gewann. Damals wurde der Brite auch von Defekten gebremst, Rosberg leistete sich keine Fehler und nutzte die Situation aus. Gegen einen diesmal fehlerlosen Hamilton ging bei Vettel einiges daneben. Er sah sich gezwungen, mehr zu riskieren, manchmal zuviel. Am Ende steht er in der Fahrerwertung mit leeren Händen da. "Wir hatten unsere Chancen, manche haben wir genutzt, manche nicht", meinte Vettel.

HAMILTON KANN AUCH PRIVAT

Erst nach dem Rennen erzählte Hamilton, dass sein Großvater väterlicherseits am Donnerstag gestorben war. Man hatte es ihm vorher nicht angemerkt. Er führt ein öffentliches Leben, aber nur so öffentlich, wie er es will. Per Twitter, Instagram und Facebook hält er seine Fans stets auf dem Laufenden. Sein Privatleben ist aber schon lange gar nicht mehr so öffentlich. Er bestimmt sehr geschickt, was privat bleibt. Es dürfte auch ein Teil des Erfolgs sein.

HAMILTON HAT DIE BALANCE

Es gab Zeiten, da wurde Hamilton zum Beispiel eine gewisse Abneigung zu Testfahrten nicht nur nachgesagt. Hamilton hat aber gelernt, dass er sich in jedem Bereich immer und jederzeit noch verbessern kann und will. Er habe 2017 schon ein großartiges Jahr gehabt, erzählte Hamilton. "Ich habe überlegt, wie ich mich noch steigern kann, wie ich noch mehr aus mir rausquetschen kann." Ehrlich gesagt, gebe es kein Geheimrezept, "aber ich habe die Balance gefunden und den Flow und ich hatte einige der besten Rennen meiner Karriere (in diesem Jahr). Deswegen sitze ich hier".

MERCEDES HATTE EINE KLARE STRATEGIE

Einen besonderen Dank richtete Hamilton an seinen Teamkollegen Valtteri Bottas. Der Finne, der im zweiten Jahr an der Seite des Superstars fahren darf, trug maßgeblich zum erneuten Hamilton-Triumph bei. In Russland musste er dem Briten einen sicheren Sieg überlassen. Die Zeichen sollten auf Hamiltons Krönung gestellt werden. "Ich sehe, wie hart er arbeitet, er sieht, wie hart ich arbeite", meinte Hamilton und sprach von der wahrscheinlich besten Fahrerpaarung in der Formel 1 überhaupt, was Respekt und Teamwork betreffe.

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