Berlin (dpa). Beim Tanken mit Biosprit werden sich Autofahrer im neuen Jahr noch etwas gedulden müssen. Der Super-Kraftstoff E10 mit einer zehnprozentigen Beimischung von Ethanol kommt nach Angaben der Mineralölbranche flächendeckend erst in den nächsten Monaten an die rund 14 000 Zapfsäulen in Deutschland.

"Das wird eine Zeit dauern, denn die Kälte hat auch einen Einfluss auf die Umstellung" sagte der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands, Klaus Picard. Hinzu käme der hohe Aufwand. Die Tankstellen müssten ihre Kassen und Preismasten vorbereiten. Marktführer Aral geht davon aus, dass seine 2500 Tankstellen ab Ende Januar für das Bioethanol-Gemisch ausgestattet werden, bei Shell soll dies "im Laufe des ersten Quartals" geschehen. Von der Umstellung ist auch die Herstellung in den Raffinerien betroffen.

Die Bundesregierung und der Bundesrat hatten den Weg freigemacht für die Einführung des neuen Super-Sprits ab dem 1. Januar. Damit wurde eine EU-Richtlinie umgesetzt. Der Sprit soll einen Beitrag zum Klimaschutz leisten