Strahlender Sonnenschein und gut vorbereitete Gastgeber begrüßten die Teilnehmer am 20. Genthiner Rad- und Wandertag am Sonntag in Parey. Mit dieser Sternfahrt aus Genthin, Burg, Brandenburg, Friedensau und Jerichow und einem fröhlichen Fest im Erlebnisdorf fand diese Tradition ihren Abschluss.

Parey/Jerichow/Genthin l "Man soll dann aufhören, wenn\'s am schönsten ist", zitierte Marina Conradi, Leiterin der Tourist-Info Genthin, ein bekanntes Sprichwort. Denn schön war der Abschluss auf jeden Fall, wenn auch die Teilnehmerrekordzahlen früherer Touren nicht mehr erreicht wurden. "Wir hatten Zeiten mit rund 300 Startern", erinnerte Genthins Bürgermeister Wolfgang Bernicke, Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins. Diesmal sind weniger als hundert von Genthin losgefahren, darunter eine größere Gruppe von Chemie Genthin, und mit allen anderen Gruppen zusammen mögen es höchstens 250 gewesen sein.

Es sei vor allem Marina Conradi zu verdanken, dass diese Veranstaltung 20 Jahre durchgehalten wurde, betonte Bernicke. "Meist hat sie ja vorher noch mit Sigrid Röthig die Strecke abgefahren." 20 interessante, anspruchsvolle Jahre seien es gewesen, blickte er zurück. Immer wieder haben die Organisatoren versucht, neue Strecken anzubieten. Zweimal habe das Ziel auch im Land Brandenburg gelegen, und auch in den Landkreis Stendal ging es.

Viele Radelfreunde haben mehrmals, manche regelmäßig am Rad- und Wandertag teilgenommen und bestätigten nun: "Wir haben in diesen Jahren viele Wege kennen gelernt!" Und das ist auch Grund für viele, nun öfter allein oder in kleinen Gruppen auf Tour zu gehen. Ihnen allen versicherte Bernicke: "Wir sind auch weiterhin daran interessiert, über unsere Leader-Aktionsgruppe \'ELFI\' Radwege auszubauen. Der nächste Weg, der ganz sicher kommen wird, ist der zwischen Parchen und Genthin."

Anhand der vielen Radfahrer, die allein durch Elbe-Parey kommen, sei zu merken, dass die Lust am Radfahren zugenommen hat, stellte auch Elbe-Pareys Bürgermeisterin Jutta Mannewitz fest. Sie mahnte: Bei Radwegekonzepten sollte man darauf achten, auch kleine Orte mit anzubinden. "Wir in Elbe-Parey sind eine fahrradfreundliche Familie", bekräftigte sie, und: "Elbe-Parey ist immer eine Reise wert!"

Während die fünf Radfahrergruppen und die Wandergruppe nach und nach in Parey eintrafen, bereiteten sich bereits die Sängerinnen und die Tanzgruppen des Ensembles "Ice-Cream" auf ihre Auftritte vor. Manfred Göbel begrüßte die Gäste im Namen der Gemeinde und des Jugendhauses Parey, bevor es mit dem Programm losging, und wies später auch immer mal wieder auf die angebotenen Mühlenfloßfahrten hin. Etliche Gäste nutzten diese Möglichkeit auch gern.

Neben diversen Ständen, darunter natürlich von Fremdenverkehrsverein und Touristinfo Genthin und vom ADFC, der den Rad- und Wandertag auch bei den Touren unterstützt hatte, gab es auch ein Info-Angebot der Feuerwehr. Einige Bergzower Kameraden waren mit ihrem Fahrzeug präsent und boten interessante Vorführungen - Fettexplosion und explodierende Spraydosen - zur Mahnung für richtiges Verhalten im Alltag gedacht.

Später begrüßten auch Elbauenkönigin Luise Windelband und - stellvertretend - die ehemalige Genthiner Kartoffelkönigin Yvonne Renner die Gäste, bevor dann der Genthiner Musikexpress für einen beschwingten Abschluss des Nachmittags sorgte. Leider hatten inzwischen etliche Radler schon wieder den Heimweg angetreten, und die Hoffnung der Organisatoren, dass viele Einheimische zum Familienfest herkommen, hatte sich nicht erfüllt. "Trotzdem war es ein schöner Abschluss", findet Marina Conradi.

   

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