Oebisfelde (gri) l Nach einer Bauzeit von rund viereinhalb Monaten wurde vor Kurzem der neu gebaute Kreisverkehr in Oebisfelde für den Verkehr freigegeben. "Ziel der Baumaßnahme war es, den Verkehr flüssiger und sicherer über diese viel befahrene Kreuzung im Stadtzentrum zu führen", sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel im Vorfeld der Verkehrsfreigabe.

Nach Auskunft von Webel sind in den Ausbau des Knotenpunktes, an dem die ehemalige Bundesstraße 188 von der Bahnhof- und der Lessingstraße (L24) gekreuzt wird, rund 660 000 Euro investiert worden. Bereits vor der Bauphase hatte der Kreisel die Gemüter der Oebisfelder erhitzt. Viele Bürger stellten die Notwendigkeit des Bauwerkes infrage, andere wiederum plädierten für den Bau. Nun ist die Baustelle Geschichte, seit gestern rollt der Verkehr. Zumindest offiziell. Denn nicht nur in den Abendstunden, sondern auch in den vergangenen Tagen wurde der Kreisel trotz der noch vorhandenen Sperrschilder bereits genutzt. Oebisfelde-Weferlingens Bürgermeisterin Silke Wolf und Oebisfeldes Ortsbürgermeister Sven Groneberg zerschnitten beim offiziellen Akt der Straßenfreigabe gemeinsam das rot-weiße Band. Ein kleines Stück davon wurde aufgehoben für die Chronik der Stadt.

An die Vertreter des Landesbetriebes Bau gerichtet, sagte die Bürgermeisterin: "Ich lade Sie jetzt schon ein, auch im kommenden Jahr eine Straße freizugeben. Da würden wir eine gute Tradition ins Leben rufen." Zum Hintergrund: Im vergangenen Jahr war, ebenfalls im Dezember, die Umgehungsstraße der B 188 offiziell freigegeben worden. "Vielleicht klappt es ja dann im kommenden Jahr mit der L24, die uns bereits einmal zugesagt worden war und dann doch wieder gestrichen wurde", so Wolf. Die Sanierung der Landesstraße wünschen sich viele Oebisfelder. Denn die Magdeburger Straße entlangzufahren, ist nicht nur eine Herausforderung für den Kraftfahrer, sondern auch eine Zumutung für die Anwohner.

Während der Freigabe des Kreisverkehrs nutzte Ortsrat Klaus Gerike nicht nur die Gunst der Stunde, ihn als erster, mit Ortsbürgermeister Groneberg auf dem Beifahrersitz, zu befahren. Er erinnerte mit einem Begrenzungspfahl als Schild auch daran, dass die Landesstraße 22 von Buchhorst nach Oebisfelde noch immer auf ihren Ausbau wartet. Seit Jahren macht Gerike immer wieder auf diesen Missstand aufmerksam. Nicht nur Anwohner wünschen sich den Ausbau, vor allem für Rettungsfahrzeuge ist die Strecke nur schwer, zumindest aber nicht zügig, zu befahren. Ebenfalls freigegeben für den Verkehr wurde gestern die Oebisfelder Körnerstraße.