Wulkau l Die älteren Wulkauer werden sich noch an ihn erinnern: den steinernen Wegweiser, welcher einst am Abzweig zur jetzigen Bundesstraße gestanden hatte. Vor etwa 40 Jahren war an der damaligen Fernverkehrsstraße gearbeitet worden, der Stein sollte verschwinden - wie viele andere. Günter Klam aus Kamern lagerte ihn deshalb bei sich in Kamern ein - jetzt steht er wieder in Wulkau. "Nach Rathenow" ist über einem nach rechts weisenden Richtungspfeil zu lesen. Caren Pfundt denkt, dass der Wegweiser beim Straßenbau 1885 aufgestellt worden ist. Einst war der Abzweig etwas versetzt gewesen, führte schräg auf den Elbweg zu. Im Laufe der Jahre verschwand der Zeitzeuge immer mehr in der Erde. Der Doppelgänger des Steines aus rotem Porphyr steht übrigens am Kreisel am Ortseingang von Rathenow, dort steht "Nach Wulkau" drauf.

Nach der Übergabe der Wegemarke - dazu demnächst mehr - begann das bunte Treiben auf dem Festplatz. Vor Jahren wurde das Dorffest immer vom Treckertreffen umrahmt, leider ist diese Tradition eingeschlafen. Vielleicht kann sie in zwei Jahren wieder aufleben, dann wird nämlich das 750-jährige Bestehen gefeiert.

Verpflegung mit Schwein, Schnitzel und Kuchen

Beim Fest gab es gleich zwei Premieren. Erstmals demonstrierte Hufbeschlagschmied Ingo Hünemörder aus Neukamern sein altes Handwerk, er schmiedete ein Hufeisen. Das war natürlich mit allerhand Lärm verbunden. Danny Hörenz hatte die Anregung zu einem sportlichen Wettkampf mitgebracht: dem Tischklettern. Hier musste nach Zeit ein Tisch umklettert werden, ohne die Erde zu berühren.

Ansonsten hatten sich wieder die traditionellen Veranstalter eingebracht. Die Jagdgenossen um Gerd Schulz boten gebackenes Schwein an, die Gaststätte hatte Getränke im Angebot, die Feuerwehrkameraden grillten und vom Jugendklub gab es Schnitzel und am Nachmittag Kuchen - die vielen Backwerke brachten die Frauen des Ortes.

Ponyreiten ist zurück

Die Wehr sicherte auch das Preiskegeln ab, die Tanzfrauen des Karnevalsclubs WKC saßen beim Damenkegeln - hier hing die Kugel an einem Galgen - und die Wulkauer Angelfreunde luden zum Zielangeln ein. Kinder hatten auf der Hopseburg ihren Spaß, außerdem lud Ilona Knoke zu kleinen Wettspielen wie Sackhüpfen ein. Natürlich war auch die Kindertagesstätte vertreten, sie hatte Büchsenwerfen und die "Erbsenmaschine" dabei - hier musste eine aus einer Spirale herausrollende Erbse zerhämmert werden.

Nach einigen Jahren Pause konnten die Kinder wieder reiten. Die beiden Ponys stellte der Reiterhof Lemme gratis zur Verfügung, Günter Bengsch und Hans-Jürgen Harzer führten die Zügel. Willkommen waren die Jüngeren auch am Stand der ortsansässigen Therapiegemeinschaft "Elb-Havel-Winkel", hier konnte man unter Anleitung von Doreen Meinschien Stoffbeutel bedrucken und Holzfiguren bemalen.

Gastgeber gewinnen Fußballspiel

Den Erwachsenen wurde zudem ein Fußballspiel geboten, diesmal spielte ein Wulkauer Team in Schwarz gegen eine gemischte Vertretung mit Spielern aus Wulkau, Klietz, Sandau und Nitzow. Bernd Knoke agierte als Schiedsrichter. Viele Tore fielen, die Wulkauer siegten mit 8:5 und bekamen den von DJ Wilko Bayer gestifteten Wanderpokal.

Nach der Siegerehrung gab es noch ein Gaudispiel, wobei jedes der vierköpfigen Teams zwei Minuten Zeit für drei Aufgaben hatte: Gegenstände waren auf ein Geweih zu werfen, Rücken an Rücken stehend musste man beim anderen Klammern in den Korb werfen und zudem waren beim Gegenüber möglichst viele Klammern anzuhängen. Neun Teams waren am Start, die Rentner gewannen.<6><7><8><9><10>

   

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