Der Krankenstand im Salzlandkreis ist im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr angesteigen. Mit 4,5 Prozent – gemessen an den Versicherten – lag die Region bei den Ausfalltagen über dem Landesdurch- schnitt (4,2 Prozent). Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der DAK hervor.

Salzlandkreis. An jedem Tag des Jahres 2009 waren von 1000 versicherten Arbeitnehmer der DAK 45 krankgeschrieben, drei mehr als im Land und elf mehr als bundesweit. Der niedrigste Krankenstand in Sachsen-Anhalt wurde mit 3,7 Prozent im Altmarkreis Salzwedel und im Landkreis Stendal verzeichnet, der höchste mit 4,7 Prozent im Landkreis Jerichower Land. Das teilte Andreas Umlauf, Leiter der DAK im Salzlandkreis, in einem Pressegespräch der Volksstimme mit.

Wie aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport für den Salzlandkreis außerdem hervorgeht, nahmen im Vergleich zum Vorjahr die Ausfalltage vor allem bei Atemwegserkrankungen zu. Starke Erkältungen und Bronchitis wurden um 23 Prozent häufiger verzeichnet und lagen leicht über dem Landesschnitt.

Ebenfalls um 23 Prozent gestiegen ist die Zahl der Ausfalltage auf Grund von Verletzungen und Vergiftungen. Hauptursache für Krankschreibungen im Salzlandkreis blieben Beschwerden mit dem Muskel-Skelett-System. Hier wurde ein Ansteg um 15 Prozent gezählt. Um acht Prozent gesunken sind hingehen psychische Erkrankungen (siehe Grafik unten).

"Die Höhe des Krankenstandes im Salzlandkreis zeigt, dass es in Sachen Gesundheit weitere Handlungsmöglichkeiten gibt", kommentierte DAK-Chef Andreas Umlauf die aktuellen Ergebnisse seiner Krankenkasse. "Wer sich zum Beispiel richtig ernährt, entspannt und bewegt, macht einen wichtigen Schritt zu einem gesünderen Leben."

Auch die Arbeitgeber könnten viel dafür tun, um den Krankenstand in ihrem Unternehmen möglichst niedrig zu halten. "Als kompetenter Partner in Sachen betrieblicher Prävention beraten wir sehr gerne", so Umlauf. Einen besonderen Akzent setzt die DAK in diesem Jahre mit einer speziellen Informations- und Aufklärungskampagne zum Thema Schlafstörungen.

Stress ist heute der "Schlafkiller Nr. 1"

"Es geht hier nicht um Schäfchenzählen oder ein harmloses Lebensproblem", erklärt Andreas Umlauf. In Sachsen-Anhalt quälen sich fast täglich mehr als 90 000 Erwerbsfähige übermüdet durch ihren Arbeitsalltag. "Die Menschen leisten dadurch nicht nur weniger, sie verursachen auch mehr Unfälle und gefährden ihre Gesundheit", so der DAK-Chef.

Die Ursachen für Schlafprobleme sind unterschiedlich: Für 40 Prozent der Betroffenen sind Stress und Belastungen der größte "Schlafkiller". Dazu gehören Probleme im Beruf, Ängste und Sorgen. Über weitere Ursachen für Schlafstörungen und zur täglichen Stressbewältigung wird die Volksstimme an dieser Stelle noch informieren.

Die DAK hat rund 145 000 Versicherte im Land Sachsen-Anhalt, davon fast 15 000 im Salzlandkreis. Servicezentren hat die DAK im Kreis vor Ort in Schönebeck, Staßfurt und Aschersleben. Die Adressen und Telefonnummern finden Interessierte unter anderem im Internet auf der DAK-Seite.

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