Heimlich still und leise verschwanden dieser Tage erst zwei, dann alle vier Ampeln von der B 27 bei Rübeland. Und sie sollen nicht wieder aufgestellt werden.

Rübeland (bfa). So mancher Fahrer fiel dieser Tage fast "aus den Wolken" und glitt trotz des Regens sanft wie ein Messer durch die Butter auf der B 27 zwischen Rübeland und Elbingerode dahin. Erst danach wurde es ihm plötzlich bewusst: Huch, hier mussten doch sonst unzählige Fahrer jahrelang immer warten!

Sogar an zwei Orten hatte es an der Großbaustelle mit Brücken, Straßen, Hangsicherungen über einen langen Zeitraum Baustellenampeln gegeben. "Nicht, dass sie einem fehlen", meinte ein Kraftfahrer scherzhaft. Aber bei der Großbaustelle, den vielen Wartezeiten und Belastungen durch wechselnde Fahrwege, Schlamm und Staub für Touristen und Anwohner sei eine "richtige" Freigabe doch wünschenswert. "Wo ja sonst bei jedem kleineren Bau ein Band durchgeschnitten wird", sagte ein anderer Fahrer.

Ob eine offizielle Freigabe noch erfolgt, ist offen. Wieder aufgestellt werden sollen die Ampeln offenbar nicht, wie der Chef des Landesbetriebs Bau, Niederlassung West, Norbert Zaubitzer, gestern auf Nachfrage bestätigte. Der Bau sei - bis auf einige Pflanzungen - geschafft, das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr werde sich melden.

Unterdessen nutzen die Fahrer die neue Straße schon viel und schnell, als ob es eine Baustelle nie gegeben hätte.