Ein kranker Junge aus Rumänien sorgt für jede Menge Engagement in der Harzregion. Seit die Volksstimme über den 14-jährigen an Rheuma leidenden Adrian berichtet hat, wächst die Hilfsbreitschaft der Leser immer weiter. Ein Benefiz-Konzert hat es bereits gegeben – im Januar sollen weitere folgen.

Von Miriam Meißner

Wernigerode. Dass er zu Weihnachten einmal so reich beschenkt werden würde, hätte sich der 14-jährige Adrian wohl nie erträumen lassen. Bei einem Mercedes-Benz-Benefizkonzert am vergangenen Wochenende sind mehr als 1500 Euro für den an Rheuma erkrankten Jungen aus Rumänien zusammen gekommen. 200 Besucher hatten sich für den guten Zweck im Wernigeröder Autohaus versammelt, die Sänger des Kammerchors unter der Leitung von Peter Habermann ließen ihre glockenhellen Stimmen erklingen. "Alle waren von der Hilfsaktion begeistert", sagt Autohauschef Karl-Heinz Gerdes.

Viele Harzer haben sich den Volksstimme-Artikel über Adrian, der vor seiner Behandlung in Deutschland auf den Rollstuhl angewiesen war, zu Herzen genommen. Adrians "Helfergemeinde" wächst stetig. "So viele Leute haben mich seit dem Bericht auf der Straße angesprochen und Hilfe angeboten. Ich bin mehr als dankbar und gerührt", sagt Ana König, die Adrian im Sommer erstmals nach Wernigerode holte.

Bereits im Januar wird es die nächsten Benefiz-Konzerte für den Jungen geben. Auch Thomas Baldovski von den Blankenburger Spinnesängern will Adrians schnelle Genesung unterstützen und Spenden sammeln (wir berichteten).

Dafür sind zwei Auftritte im Gymnasium Blankenburg geplant. Vorraussichtlich am 22. Januar zu traditionell schrägen Zeiten 15.27 Uhr und 19.57 Uhr. In Wernigerode sei man noch auf der Suche nach einem geeigneten Raum.

"Für die Aktion haben wir bisher den Blankenburger Bürgermeister und die Harzer Sparkasse ins Boot geholt", so Baldovski. Außerdem hat sich das Duo etwas Besonderes einfallen lassen: die Konzerte werden sie gemeinsam mit der Band "Markenzeichen" geben. Die jungen Musiker haben eigens für den 14-Jährigen das Lied: "Adrian (Er will leben)" komponiert. Ana König ist überwältigt: "Von so viel Eifer hätte ich nicht einmal zu träumen gewagt".

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