Berliner Chaussee. Mannshoch steht das Unkraut auf dem Hof des ehemaligen Schulgebäudes in Friedensweiler. Kein Kindergeschrei oder Lachen ertönt aus dem Gebäude. Mit dem Auszug der Grundschule "Am Elbdamm" im Februar 2010 vegetiert das Gebäude und das dazugehörige Grundstück vor sich hin.

Doch nächstes Jahr könnte wieder Leben in die "Bude" einziehen und das Grundstück wieder in einem gepflegten Zustand erscheinen. Das verwaiste Gebäude könnte als Ausweichstätte für die Schüler der Grundschule "Am Pechauer Platz" dienen, erfuhr die Volksstimme auf Nachfrage von der Stadtverwaltung. Denn das Haus "Am Pechauer Platz" wird im Rahmen der EU-Schulbauförderung vorausichtlich ab Sommer 2012 saniert. Allerdings: Bisher ist noch nicht endgültig entschieden,welches Ausweichobjekt es wird."Zunächst findendazuGesprächemit Schulleitung und Elternratstatt", erklärte dazu Rathaussprecherin Cornelia Poenicke.

Gespräche mit Elternvertretern

Gerade für die Grundschüler aus Calenberge, Pechau und Randau, die "Am Pechauer Platz" in Cracau lernen, würde die Wahl von Friedensweiler freilich einen deutlich längeren Schulweg bedeuten. "Selbstverständlich werden alle nötigen Vorkehrungen getroffen, um für Schüler und Lehrer auch an einem Ausweichstandort einen angemessenen Schulbetrieb und zumutbare Schulwege zu gewährleisten", lässt Cornelia Poenicke besorgte Eltern schon mal wissen. "All diese Dinge werden in den Gesprächen, die mit der Schulleitung und den Elternvertretern geführt werden, besprochen. Dabei haben Schulleitung und Elternvertretung Gelegenheit, ihre Vorstellungen darzulegen", so Poenicke weiter.

Mit der Schließung seit 2002 diente das ehemalige Schulgebäude in Friedensweiler als Ausweichobjekt bei Schulsanierungen. Doch derzeit macht das Gebäude von außen keinen guten Eindruck. Die Fassade weist feuchte Stellen auf. Der Schulhof ist in einem verwahrlosten Zustand. Das Unkraut wuchert ungehemmt.

Zuletzt hatte die Grundschule "Am Elbdamm" von 2008 bis Februar 2010 das Schulgebäude in Friedensweiler als Ausweichobjekt genutzt. Damals von Eltern geforderte Messungen von Schafstoffbelastungen durch Teerkleber in Parkettböden hatten nach Aussage des Gebäudemanagements der Stadt "unbedenkliche Werte" ergeben.

 

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