Berlin (dpa/tmn) - Wer Gewürze als Urlaubsmitbringsel auf einem Basar oder an einem Souvenirstand kauft, sollte vorsichtig sein. Denn in Gewürzmischungen aus exotischen Ländern können sich giftige Samen befinden, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Ein Beispiel ist die Paternostererbse, deren Samen Abrin enthalten - eines der stärksten Pflanzengifte der Welt. Das Problem: Die roten Paternostererbsen fallen in einer bunten Pfeffermischung kaum auf.

Doch bereits ein Samen kann bei Erwachsenen schwere Vergiftungen auslösen. Durchfall, Erbrechen, Krämpfe, Lähmungen, Nieren- und Kreislaufversagen sind mögliche Folgen. Bei Kindern kann die Erbse sogar tödlich sein, wenn sie zerkaut und dadurch das Abrin in entsprechender Dosierung geschluckt wurde.

Die Experten warnen zudem vor Schmuck aus Naturperlen, also aus Samen oder Hülsenfrüchten. Denn auch beim Tragen von solchen Erinnerungsstücken gehen Urlauber unter Umständen ein gesundheitliches Risiko ein.

BfR: Paternostererbsen, Rizinus & Co