Hilfe für die Wirtschaft

Magdeburg l Die wohl wichtigste Meldung für Sachsen-Anhalt am Donnerstag ist gleichzeitig auch eine gute Nachricht: Sachsen-Anhalt will mit 150 Millionen Euro vor allem Selbständige und Mittelständler unterstützen. Sie dürften derzeit wegen der Corona-Krise besonders betroffen sein. Ziel ist es, Insolvenzen zu vermeiden und Arbeitsplätze zu sichern, teilte die Landesregierung am Donnerstag in Magdeburg mit. Ab Montag könnten die Anträge bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt gestellt werden. Es werde Wert auf eine unbürokratische Vorgehensweise gelegt. Vorgesehen ist, dass Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern bis zu 9.000 Euro an Zuschüssen erhalten. Das staffelt sich bis zu Unternehmen mit 26 bis 50 Mitarbeitern, die bis zu 25.000 Euro erhalten können. Geltend gemacht werden können alle laufenden betrieblichen Kosten wie Mieten, Leasingraten für Maschinen oder Autos, Versicherungen, Energiekosten.

Details zum neuen Programm finden sich hier.

 

Shitstorm wegen Diagnose

Aus Salzwedel kommen dagegen weniger gute Nachrichten: Der volle Name samt Adresse einer positiv auf das Coronavirus getesteten Altmärkerin ist offensichtlich im Internet verbreitet worden - mit Absicht. Die Daten waren in Chats geteilt worden und dem betroffenen Ehepaar dann auch zugespielt worden. Die Folge war ein Shitstorm im Netz. Das Paar hat mittlerweile Anzeige erstattet. Die Polizeiinspektion Stendal hat die Ermittlungen aufgenommen.

Asylheim wird leergezogen

Als Vorsorgemaßnahme wird die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Magdeburg leergezogen. Falls die Zentrale Anlaufstelle in Halberstadt bei einer Quarantänesperrung vorübergehend geschlossen werden müsste, könne so die Aufnahme und Erstuntersuchung von Neuzugängen in Magdeburg durchgeführt werden, teilte das Innenministerium am Donnerstag in Magdeburg mit. 230 Bewohner würden aktuell auf die Kommunen verteilt. Alle seien mindestens zwei Wochen in der Erstaufnahme untergebracht gewesen und würden nach Ablauf der Inkubationszeit verteilt.

Mal wieder Baustellen

Es klingt auf den ersten Blick wie eine gute Nachricht. Tatsächlich? Rund 70 Millionen Euro investiert die Bundesregierung in Sachsen-Anhalts Straßen. Schwerpunkt wird dabei in diesem Jahr wieder die Autobahn 2 sein. Gleich zwei Großbaustellen sind im Bereich Magdeburg geplant. Welche das sind? Hier entlang.