Das politische Schicksal von Sachsen-Anhalts Finanzminister Schröder ist ungewisser denn je. Es hat sich in den zurückliegenden Jahren viel Unmut aufgestaut über sein Agieren. Schröder nimmt die eigenen Leute bei seinen Entscheidungen nur unzureichend mit, es fehlt an Kommunikation. Überzeugen kann er nur selten, belehren schon eher.

Einst zählte Schröder zu den Hoffnungsträgern in der CDU, er galt sogar als einer der Kronprinzen für die Nach-Haseloff-Ära. Doch nach und nach ist seine Macht zerbröselt. Der Rückhalt in der CDU ist gering. Im November ist der Posten des CDU-Landesvize in Gefahr, sogar in seinem Heimat-Kreisverband Mansfeld-Südharz ist er umstritten.

Kämpfen muss er nun auch um das Amt des Finanzministers. Die Nagelprobe zurzeit ist der Haushalt für 2019. Da ruckelt es noch gewaltig. Schröder muss liefern. Doch hat er noch die Autorität, seine Ministerkollegen zu zügeln? Zweifel sind angebracht.

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