Magdeburg l Im Prozess wegen versuchten Totschlags gegen einen 33-jährigen Mann hat das Magdeburger Landgericht am Freitag eine dauerhafte Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik angeordnet.

Der Beschuldigte hatte im April dieses Jahres teilweise nackt erst mehrere Kinder sexuell belästigt und anschließend einen 27-jährigen Polizisten fast zu Tode gewürgt.

Die 1. Strafkammer stellte laut Gerichtssprecher Christian Löffler zwar fest, dass der Beschuldigte die ihm von der Staatsanwaltschaft zur Last gelegten Verbrechen zwar begangen hat. Aufgrund seiner psychischen Erkrankung sei er aber nicht schuldfähig. „Da aber eine Gefahr für die Allgemeinheit von dem Mann ausgeht, soll er nun dauerhaft in ein psychiatrisches Krankenhaus untergebracht werden“, so Löffler.

Dauerhaft bedeutet, dass regelmäßig Gutachter feststellen sollen, ob auch nach einer längeren Behandlung noch eine Gefahr von dem Patienten ausgeht. Sollte dies nicht der Fall sein, entscheidet irgendwann ein Gericht über die Aufhebung des Unterbringungsbefehls.