Eine Fachkonferenz kann sinnvoll sein. Es ist gut, sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen, den eigenen Horizont zu weiten. Und ja, das darf auch Geld kosten. Doch der finanzielle Rahmen einer solchen Veranstaltung darf nicht gesprengt werden.

Dass Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel nun 160.000 Euro ausgeben will für eine zweitägige Veranstaltung mit erhofften 150 Teilnehmern, ist ein schlechter Witz. So leichtfertig kann und darf man nicht mit Steuergeld umgehen. Schon gar nicht in einem Land, das immer noch auf einem Schuldenberg von 20 Milliarden Euro hockt.

Der Verkehrsausschuss des Landtags sieht das erstaunlicherweise anders. Nur die Linke stimmte gegen die Freigabe des zunächst gesperrten Geldes. Der im Dezember tagende Finanzausschuss dürfte das strenger sehen. Dort wird mehr auf Sparsamkeit geachtet. Die Finanzpolitiker sollten dafür sorgen, dass die geplante Veranstaltung ein paar Nummern kleiner ausfällt.