Burg l Die Landesgartenschau in Burg ist am Sonntag zu Ende gegangen. Jetzt wird diskutiert, in welcher Form die Laga GmbH weitergeführt werden soll. Entweder als eigenständige kommunale Gesellschaft oder – wie favorisiert – in die Burger Stadtwerke integriert. War ursprünglich vorgesehen, die künftige Gesellschaft jährlich mit 1,5 Millionen Euro zu unterstützen, sind jetzt maximal eine Million Euro möglich. „Mehr geht nicht“, sagte Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD).

Fest steht, dass die Laga GmbH bis zum 31. Mai 2019 bestehen bleibt – mit sechs Mitarbeitern. Sie sollen jetzt schon Veranstaltungen vorbereiten.

Zuversicht und Kopfzerbrechen lagen zum Abschluss der Landesgartenschau dicht beeinander. Während auf der einen Seite acht neue Straßen saniert, mehrere Parkplätze geschaffen wurden und vier schmucke Parks zum Flanieren einladen, fehlten zwischen April und Oktober 2018 die Besucher. Hatten die Veranstalter etwa 450.000 Gäste prognostiziert, sind es nun 300.000 geworden. „Das waren die Auswirkungen von mehr als 100 Tagen Hitze mit weit über 30 Grad“, resümiert Laga GmbH-Geschäftsführer Erhard Skupch. „Damit hat niemand gerechnet.“ So schlenderten an manchen Tagen gerade einmal 300 Leute über die Anlagen.

Burg musste Geld zuschießen

Mit der Folge, dass die Stadt Burg als 100-prozentige Gesellschafterin der Laga GmbH Geld zuschießen musste, um die Liquidität des Unternehmens zu sichern. Knapp 800.000 Euro wurden bislang nachgeschoben. Stadträte rechnen damit, dass die Schlussrechnung am Ende bei einer Million Euro liegen wird. Geld, das die Stadt nur mühevoll aufbringen kann. Etwas Luft hat sie sich dadurch verschafft, dass die letzten Anteile an der lokalen Wohnungsbaugesellschaft von zehn Prozent jetzt veräußert wurden – für 500.000 Euro. Weitere Mittel werden aus den Mehreinnahmen der Gewerbesteuern fließen.

Für Bürgermeister Rehbaum (SPD) ist die Laga (hier geht es zum Laga-Dossier) dennoch ein Gewinn. „Es war unser kleines Konjunkturprogramm. Burg ist für Alt und Jung lebenswerter geworden und wir sind touristisch gesehen heute bekannter.“ Auch die größte Fraktion im Stadtrat steht dahinter: „Wir haben viele Investitionschancen genutzt“, sagt Frank-Michael Ruth, Chef der CDU/FDP/Burger Freie Wähler-Fraktion. „Jetzt müssen wir eben noch genauer rechnen.“

Nächste Laga in Bad Dürrenberg

Die nächste Landesgartenschau wird im Jahr 2022 die Stadt Bad Dürrenberg im Saalekreis ausrichten. Der staatlich anerkannte Erholungsort will zwischen Halle, Leipzig und Naumburg noch bekannter werden. Bürgermeister Christoph Schulze (parteilos) wurde Sonnabend dafür der Staffelstab übergeben.

Das Positive überwiegt - der Kommentar zum Thema.