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Landwirte schätzen Ernte positiver ein als in den Vorjahren

Von dpa
Ein Möwenschwarm verfolgt einen Traktor; der ein abgeernteten Feld eggt.
Ein Möwenschwarm verfolgt einen Traktor; der ein abgeernteten Feld eggt. Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Magdeburg - Die Landwirte in Sachsen-Anhalt gehen in einer ersten Einschätzung von einer quantitativ besseren Ernte aus als in den sehr schwierigen Vorjahren. „Zwar brachten die Niederschläge der vergangenen Monate weniger Wasser als erhofft, doch durch die milde Witterung im April bis in den Mai sind die meisten Pflanzenbestände bis dahin relativ gut durchgekommen“, teilte der Bauernverband Sachsen-Anhalt am Dienstag mit.

Besonders bei Winterraps und Winterweizen erwarteten viele Betriebe eine bessere Ernte mit knapp 37 Dezitonnen beim Winterraps und gut 72 Dezitonnen beim Winterweizen. „Wenn solche Erträge umgesetzt werden können, würde das für viele Landwirtinnen und Landwirte in Sachsen-Anhalt die erste bessere Ernte seit 2018 bedeuten - vorbehaltlich dessen, dass der Markt die Erzeugnisse auch zu guten Preisen abnimmt.“

Unsicherheit gebe es mit Blick auf die Erträge bei Hafer, Roggen und Körnermais. Futtermais und Zuckerrüben seien wegen des kühlen Frühlings um bis zu zwei Wochen hinter ihrem üblichen Zeitplan gewesen, hätten das Wachstum jedoch wieder aufholen können.

Als vielerorts zufriedenstellend beschrieb der Bauernverband den ersten Schnitt auf dem Grünland. Die Dürre der vergangenen Jahre habe bei vielen Tierhaltern für eine sehr angespannte Futtersituation gesorgt. Wenn sich der Aufwuchs über das Jahr nun weiter gut entwickele, könnten erstmals wieder Reserven angelegt werden. Entwarnung könne aber nicht gegeben werden, weil es noch immer viele Feldmäuse auf den Futterflächen gebe.