Blankenburg l Carsten Paul ist kein Herbergsvater im engeren Sinne. Weder muss er in seiner Herberge nachts für Ruhe sorgen noch morgens Frühstück auftischen. Denn in Pauls Herberge, der Historischen Gesellenherberge in der Blankenburger Altstadt, wohnt niemand mehr. Sie ist das Herbergsmuseum.

Trotzdem passt der Titel Herbergsvater irgendwie. Schließlich wäre ohne den 60-Jährigen nicht viel los im Museum. Paul ist Hausmeister und Gärtner des Hauses, ebenso Aufseher und Museumsführer. An vier von fünf wöchentlichen Öffnungstagen ist er im Museum, etwa 100 Stunden im Monat. Für 60 Stunden bekomme er eine Aufwandsentschädigung, berichtet er. Der Rest sei Ehrenamt.

Seit Beginn der 90er Jahre ist die einstige Herberge im 335 Jahre alten Fachwerkhaus ein Museum. Für den Erhalt setzen sich gleich zwei Vereine ein: Der Harzklub-Zweigverein Blankenburg ist Träger, der Förderverein unterstützt. Geöffnet ist das Museum regulär nur werktags. Für den Tag des offenen Denkmals macht Herbergsvater Paul aber eine Ausnahme, er wird dann von 10 bis 16 Uhr vor Ort sein.

Musik erweckt Dorfkirche zum Leben

Grenzenloses Reiten im Paradies

Preußische Datenautobahn

Zeit-Geschichte zum Anfassen