Neuwegersleben l Bei Torsten Wambach hat es vor elf Jahren begonnen. Da hat ihn das Thema der optischen Telegrafie gepackt. Er setzte sich dann dafür ein, dass der Signalmast in Ziegelsdorf (Jerichower Land) wieder aufgebaut wird – mit Erfolg. Und er fand Mitstreiter. Heute hat der Verein Optische Telegraphie in Preußen, dem er vorsitzt, insgesamt 23 Mitglieder. „Wir wollen die optische Telegrafie ins Bewusstsein der Menschen rücken“, betont Wambach das Vereinsziel.

Insgesamt 62 Telegrafenstationen baute Preußen vor rund 190 Jahren zwischen Koblenz und Berlin. In Sachsen-Anhalt sind am Sonntag fünf von ihnen für Besucher geöffnet. Zu sehen sind dort die einstigen Masten, an denen Flügel in Stellung gebracht wurden. Die Flügelstellungen waren verschiedene Codes, die von der nächsten Station per Fernrohr erkannt und weitergegeben wurden.

Näheres zur alten Kommunikationstechnik erläutert Torsten Wambach bei einer Führung in Magdeburg. Sie beginnt um 14 Uhr vor der Johanniskirche, denn auch im Kirchturm saß einst ein Telegrafist. Geöffnet sind daneben die Station in Ziegelsdorf (Jerichower Land) von 11 bis 17 Uhr, die Station Pabstorf (Harz) sowie die Telegraphenanlage mit Museum in Neuwegersleben (Börde) von 10 bis 17 Uhr. Die Telegrafenstube im Ampfurther Schlossturm (Börde) öffnet von 14 bis 17 Uhr.

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