Magdeburg (mf) l Eine 64-Jährige aus Wasserleben im Harz ist am Freitag am Magdeburger Landgericht nach einem Angriff mit einem Hammer und einem Beil auf ihren Ehemann zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Die Staatsanwaltschaft hatte die Frau wegen versuchten Mordes angeklagt, weil sie sich mit einem Beil von hinten näherte und auf den Kopf ihres Mannes einschlug. Doch das Gericht erkannte zwar eine Tötungsabsicht, sah aber kein Mordmerkmal. Deshalb wurde sie wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung verurteilt.

Beide wollten am 21. Dezember 2016 Weihnachten vorbereiten, obwohl die Ehe bereits zerrüttet war. Die Frau trank an jenem Tag eine Flasche Sekt aus Frust auf Ex aus. Als sie ihren Mann um Hilfe bat, lehnte dieser ab und sagte: „Es gibt kein uns mehr!“ Darauf griff die Betrunkene ihren Mann an. Im Rahmen der Bewährungsauflagen soll sie sich einem ambulanten Alkoholentzug unterziehen. Der Mann erlitt durch die Verletzungen keine Langzeitfolgen.