Halle (dpa/sa) - Die Stadt Halle bereitet sich als Corona-Hotspot auf weitere Einschränkungen vor. Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) kündigte am Mittwoch eine entsprechende Allgemeinverfügung an. Diese soll ab Freitag gelten. Dafür warte die Stadt aber erst die Ergebnisse der Gespräche von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten ab.

Es werde dabei über die "großen Schwerter" zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beraten, sagte Wiegand. Die Tendenz beim Infektionsgeschehen sei in Halle steigend. Hauptursache für neue Corona-Fälle seien private Feiern sowie Reisen.

Mit 52,81 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt die Stadt weiterhin über dem Grenzwert von 50. Die Stadt gilt als Corona-Risikogebiet. Insgesamt 225 Menschen sind aktuell den Angaben zufolge nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Seit dem Ausbruch der Pandemie waren es 811; als zwischenzeitlich geheilt gelten 572 Menschen. Insgesamt 14 Menschen sind laut Stadt mit (12) und an (2) dem Virus gestorben. Halle hat rund 238 000 Einwohner.

Pressekonferenz der Stadt Halle