Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt schickt am Wochenende mehr Polizisten auf Streife, um die Einhaltung der Maßnahmen gegen das neuartige Coronavirus zu kontrollieren. Ziel sei es auch, über die aktuelle Situation zu beraten. "Wir müssen auch den letzten Unbelehrbaren erreichen", sagte Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) laut Mitteilung. Gesundheitsschutz habe oberste Priorität.

Allein die Stadt Magdeburg bekomme einen Zug mit rund 25 Polizistinnen und Polizisten als Verstärkung, wie das Ordnungsamt der Stadt mitteilte. In der Landeshauptstadt wie in vielen anderen Kommunen im Land laufen Ordnungsamt und Polizei auch gemeinsam Streife. Die Ordnungshüter wollen am Wochenende vor allem öffentliche Plätze und Spielplätze ins Visier nehmen, sagte Gerd vom Baur, der beim Magdeburger Ordnungsamt den Außendienst leitet. Es gehe darum, weitere Überzeugungsarbeit zu leisten.

In Sachsen-Anhalt gelten seit Mittwoch zahlreiche Einschränkungen des öffentlichen Lebens. So sind zahlreiche Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen ebenso geschlossen wie viele Läden, Clubs und Bars. Versammlungen mit mehr als 50 Menschen sind verboten, Spielplätze gesperrt. Jetzt dürfen auch Touristen und Kurgäste nicht mehr im Land übernachten.

Am ersten Tag habe noch viel Unsicherheit bei den Menschen geherrscht, doch schon am Donnerstag habe sich das gelegt, sagte vom Baur. Er wertete das als Beleg, dass ein Umdenken begonnen hat. Vor allem Gewerbetreibende zeigten sich einsichtig.