Magdeburg (dpa/sa) - Die Debatte um eine Impfpflicht gegen Masern hat den Landtag erreicht. Die Koalitionsfraktionen von CDU, SPD und Grünen bringen in der heutigen Sitzung gemeinsam mit der oppositionellen Linken einen Antrag ein. Darin wird die Landesregierung aufgefordert, sich auf Bundesebene für eine schnellstmögliche Einführung einer bundeseinheitlichen Impfpflicht gegen Masern einzusetzen.

Parallel dazu soll eine Landesregelung vorbereitet werden - sie soll greifen, wenn es zu keinem bundesweit einheitlichen Vorgehen kommt. Zudem sprechen sich die vier Fraktionen für eine Informationskampagne aus, um mehr Menschen zu einer Impfung zu bewegen. Sachsen-Anhalt hat den Angaben zufolge eine überdurchschnittlich hohe Impfrate bei Schulanfängern. 2017 lag sie für die erste Impfung bei 98,3 Prozent und für die zweite Impfung bei 94,1 Prozent.