Zahna-Elster/Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Gut ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod eines 77 Jahre alten Mannes beginnt am Dienstag in Zahna-Elster (Landkreis Wittenberg) ein DNA-Massentest. Wie eine Polizeisprecherin sagte, wollen Kriminalisten bei Männern die ersten freiwilligen Speichelproben entgegennehmen. Das Amtsgericht in Dessau-Roßlau hatte den DNA-Massentest angeordnet. Für die freiwillige Abgabe einer Speichelprobe kommen nach bisherigen Angaben rund 1900 männliche Personen ab 15 Jahren in Betracht. Zunächst seien dafür 60 Haushalte angeschrieben worden.

Der 77-Jährige hatte am frühen Morgen des 27. Januar 2019 mit seinem Hund das Wohnhaus für eine Gassirunde verlassen. Der Hund war allein zurückgekehrt - eine Suche mit Hubschraubern und Hunden nach seinem Herrchen war erfolglos geblieben. Einen Tag später war die Leiche des Mannes in einem Flutgraben außerhalb von Zahna gefunden worden.

Die Obduktion hatte ergeben, dass der Rentner ertrunken war. Zuvor war er laut Staatsanwaltschaft durch stumpfe Gewalt schwer verletzt worden. An dem Mann waren fremde DNA-Spuren entdeckt worden. Mit Hilfe des Massenspeicheltests soll die Suche der Ermittler nach einem Tatverdächtigen vorangebracht werden. In frühestens zwei Wochen würden erste Ergebnisse erwartet, sagte die Polizeisprecherin.