Halle (dpa/sa) - Mit der ab Donnerstag geltenden achten Allgemeinverfügung zur Eindämmung des Coronavirus für die Stadt Halle soll die Inzidenz unter 50 sinken. Am Dienstag habe der Sieben-Tage-Wert erstmals die Marke von 70 überstiegen, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) auf einer Pressekonferenz. Der Wert beschreibt die Zahl der Ansteckungen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Als weitere Ziele der neuen Allgemeinverfügung nannte Halles Stadtoberhaupt die Beschleunigung der Abläufe zwischen Infizierten und dem Gesundheitsamt und die Entlastung des Fachbereichs Gesundheit.

Dazu gibt es unter anderem neue Regeln für die Quarantäne: Wer positiv getestet wird, muss sich ab dann 14 Tage in häusliche Isolation begeben. Nach frühestens zehn Tagen findet ein zweiter Test statt. Sollte auch dieser positiv ausfallen, wird die Quarantäne um sieben Tage verlängert. Andere Vorschriften bleiben bestehen, beispielsweise die Maskenpflicht in der Altstadt. Sie gilt dann zwischen 8 und 20 Uhr.

Neben 22 gemeldeten Neuinfektionen wurden im Vergleich zum Montag zwei weitere Todesfälle vermerkt. Ein 80 Jahre alter Mann sowie eine 80-jährige Frau starben in Krankenhäusern, sagte Wiegand. Damit gibt es in Halle bislang 17 verstorbene Corona-Patienten.

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