Magdeburg (dpa) - Nach monatelangem Warten auf Brüssel sind die Retter der Norddeutschen Landesbank im Zeitplan: Sachsen-Anhalt will seinen Anteil am milliardenschweren Hilfspaket noch knapp vor Weihnachten überweisen. Das Finanzministerium stellte den Zeitplan am Dienstag vor. Zuvor hatte das Kabinett nachträglich dem Staatsvertrag zur Neuausrichtung der angeschlagenen Landesbank zugestimmt. Damit sei eine wichtige Hürde für die Kapitalerhöhung der angeschlagenen Landesbank genommen.

Die Bank braucht nach Milliardenverlusten mit Schiffskrediten und höheren Anforderungen der Bankenaufsicht dringend frisches Kapital. Geplant ist, dass Niedersachsen als Haupteigentümer mit insgesamt rund 2,3 Milliarden Euro einen Großteil der Finanzspritze übernimmt. Sachsen-Anhalt will für seinen Anteil von knapp sechs Prozent 198 Millionen Euro beisteuern. Die ebenfalls beteiligte Sparkassengruppe soll rund 1,1 Milliarden Euro schultern. Am 23. Dezember soll das Rettungspaket endgültig stehen.