Magdeburg (dpa/sa) - Autokäufer in Sachsen-Anhalt haben bisher knapp 2950 Mal eine staatliche Prämie für Autos mit Elektroantrieb beantragt. In 1633 Fällen ging es dabei um reine E-Autos, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP im Bundestag hervorgeht. Fast ebenso häufig, nämlich 1293 Mal, wurde der Kaufbonus für ein Hybrid-Fahrzeug beantragt, mit dem sowohl mit Strom als auch mit Kraftstoff gefahren werden kann. Zehn Autofahrer wählten die Prämie für den Kauf eines Brennstoffzellenfahrzeugs.

Allerdings haben noch längst nicht alle Autofahrer das Geld in der Tasche: Bisher wurden den Angaben zufolge in Sachsen-Anhalt 74 Prozent der Anträge bewilligt. Auch deutschlandweit wurde jeder vierte Antrag noch nicht genehmigt.

Der Bund zahlt seit 2016 den sogenannten Umweltbonus, um den Verkauf von E-Autos und Plugin-Hybriden in Deutschland anzukurbeln. In einem Konjunkturpaket, mit dem die negativen Folgen der Corona-Pandemie abgemildert werden sollen, erhöhte der Staat seinen Anteil. Bis Ende 2021 werden reine E-Autos mit bis zu 9000 Euro gefördert. Für Hybrid-Fahrzeuge gibt es maximal 6750 Euro dazu. Umweltschützer kritisieren, dass diese Fahrzeuge gefördert werden, weil der Elektroantrieb nicht genutzt werden muss.

Die Bundesregierung teilte jetzt die Zahl der Anträge bis 31. Juli dieses Jahres mit. Bundesweit gingen demnach rund 234 800 Anträge ein. Demnach wurde der Umweltbonus in jedem dritten Fall für den Kauf eines Plugin-Hybriden beantragt. In Sachsen-Anhalt ist dieser Anteil noch höher: 44 Prozent der Prämien wurden für Hybrid-Autos gestellt.