Magdeburg (dpa/sa) - Die Landesregierung will ihre Anstrengungen zur Gewinnung von Lehrern verstärken und lässt die Volksinitiative bei der Kontrolle der Fortschritte mitwirken. "Wir werden uns einmal im Quartal zusammensetzen und praktisch ein gemeinsames Controlling durchführen", sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Donnerstag nach einem Treffen mit Vertretern der Volksinitiative. Diese hatte im vergangenen Jahr mehr als 77 000 gültige Unterschriften gesammelt. Ihr Anliegen, rasch mehr Lehrer an die Schulen zu bringen, war im Landtag behandelt worden.

Das Land hat aber Probleme, ausgeschriebene Lehrerstellen zu besetzen. Ende 2017 waren 245 Stellen ausgeschrieben worden, für 176 Stellen gibt es Zusagen. 40 neue Kräfte sind Seiteneinsteiger, wie es hieß.

Haseloff und Bildungsminister Marco Tullner (CDU) kündigten Veränderungen im Landesschulamt an, um dem Bedarf an Seiteneinsteigern gerecht zu werden. Zudem solle Sachsen-Anhalt als Arbeitsort für Lehrer auch aus anderen Bundesländern attraktiver dargestellt werden. Auch mehr Lehramtsstudenten sind das Ziel.

Thomas Jäger als Vertreter der Volksinitiative und Vorsitzender des Landeselternrats sagte: "Wir wollen, dass an der Basis zu erkennen ist, dass die Regierung sich damit beschäftigt, dass unsere Kinder vor der Klasse mehr Lehrer brauchen und dass in der Qualität mehr passiert." Das Wort Lehrermangel müsse durch Lehrergewinnung ersetzt werden.

Volksinitiative "Den Mangel beenden - unseren Kindern Zukunft geben"