Stendal (dpa/sa) - Deutsche Staatsbürger schnell und sicher aus einer Krisenregion im Ausland zu holen, übt die Bundeswehr derzeit an verschiedenen Standorten in Nord- und Ostdeutschland. Am Donnerstag war der Flugplatz Stendal-Borstel Schauplatz für die schnelle Luftevakuierung im Rahmen der Übung "Schneller Adler". Fallschirmjäger wurden mit einer Transall abgesetzt. Sie sicherten das Umfeld. An einem Sammelpunkt wurden die von bis zu 200 Laiendarstellern gespielten Menschen in Not in Empfang genommen, samt Gepäck überprüft und schließlich in der Gruppe zu der Maschine gebracht, die sie in Sicherheit bringen sollte. Rollstuhlfahrer wurden ebenso betreut wie Menschen mit Kreislaufproblemen.

Ziel der Übung ist es laut der Division Schnelle Kräfte (DSK), Abläufe und auch die Ausrüstung zu überprüfen und zu verbessern. Die Übungsszenarien, die seit Montag und noch bis zum 14. September auf dem Programm stehen, reichen von der schnellen Seeevakuierung via Schiff über die schnelle Luftevakuierung bis zur sogenannten robusten Evakuierung, in der die Soldaten auf militärischen Widerstand stoßen.

Insgesamt sind an der Übung "Schneller Adler rund 1500 Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Unterstützungskräfte beteiligt. Die Schwerpunkte der Übung nach den Angaben sind in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

Bundeswehr zum Auftrag der Division Schnelle Kräfte