Berlin/Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) hat das Vordringen von Demonstranten auf die Treppe des Reichstags in Berlin am Samstagabend scharf verurteilt. "Es ist eine Schande, was da passiert ist", sagte Stahlknecht am Sonntag in Magdeburg der Deutschen Presse-Agentur. Die Menschen, die vermeintlich für das Recht auf Freiheit protestieren wollten, hätten mit ihrem Agieren die Freiheit anderer aufs Spiel gesetzt.

Der CDU-Politiker befürwortete unter bestimmten Bedingungen auch Versammlungsverbote und dankte allen Polizisten und Polizistinnen für ihren Einsatz. Stahlknecht zufolge sind die Einsatzkräfte in Sachsen-Anhalt im Ernstfall auf ähnliche Situationen vorbereitet.

Eine große Gruppe aggressiver Demonstranten gegen die Corona-Politik hatte am Samstagabend Absperrgitter am Reichstagsgebäude in Berlin überwunden. Sie stürmten die Treppe hoch und bauten sich triumphierend vor dem verglasten Besuchereingang auf. Dabei waren auch die von den sogenannten Reichsbürgern verwendeten schwarz-weiß-roten Reichsflaggen zu sehen, aber auch andere Fahnen. Anfangs standen nur drei Polizisten der grölenden Menge entgegen. Nach einer Weile kam Verstärkung, und die Polizei drängte die Menschen auch mit Hilfe von Pfefferspray zurück.