2. Bundesliga1:3 auf der Alm: Der FCM geht wegen eines Patzers in Rückstand und unterliegt gegen effiziente Bielefelder

Der 1. FC Magdeburg hat das Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld mit 1:3 verloren. Die Niederlage wirkt sich aus Sicht des Clubs tabellarisch bitter aus.

Von Yannik Sammert Aktualisiert: 13.11.2022, 15:56
Dominik Reimann (grün) und Alexander Bittroff konnten nur hinterherschauen, als Jomaine Consbruch Mitte der ersten Hälfte im Sechszehner zum 1:0 für die Arminia einschob.
Dominik Reimann (grün) und Alexander Bittroff konnten nur hinterherschauen, als Jomaine Consbruch Mitte der ersten Hälfte im Sechszehner zum 1:0 für die Arminia einschob. Foto: Imago Images

Bielefeld - Der 1. FC Magdeburg hat am letzten Spieltag der Hinrunde in Bielefeld mit (0:1) verloren. Damit geht der FCM als Vorletzter in die Winterpause, Arminia Bielefeld hat den Club überholt und steht nun auf dem Relegationsrang.

Die mehr als 3000 mitgereisten FCM-Anhänger mussten mitansehen, wie ihre Mannschaft wegen eines individuellen Fehler in Rückstand geriet. Insgesamt präsentierte sich der DSC am Sonntagnachmittag effektiver als der FCM.

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Im Vergleich zum bitteren 0:1 gegen Darmstadt musste FCM-Trainer Christian Titz drei Wechsel vornehmen: Alexander Bittroff startete in der Innenverteidigung für Cristiano Piccini (Rotsperre), Leon Bell Bell anstelle des fehlenden Herbert Bockhorn (Fußverletzung) hinten links und Außenstürmer Leonardo Scienza für Jason Ceka, der angeschlagen auf der Bank Platz nahm.

Lebendige Begegnung auf Augenhöhe

Von Beginn an sah es aus Sicht der Elbestädter in einem Punkt wie gewohnt aus: Sie besaßen mehr den Ball. Die erste Chance hatte der DSC. Nach einem Freistoß versuchte es Guilherme Ramos mit einem Fallrückzieher – dieser missglückte (2.). Nur eine Minute später wurde erstmalig der FCM gefährlich: Moritz-Broni Kwarteng schoss aus der zweiten Reihe, die Kugel wurde abgefälscht und landete auf dem Tornetz. Auf der Gegenseite war es wieder nur zwei Minuten später Bastian Oczipka, der den Ball rechts am Kasten vorbeisetzte. In der Folge blieb es lebhaft und ausgeglichen.

In Minute 19 kam der auffällige Bell Bell im gegnerischen Strafraum zu FALL. Ein Pfiff des Schiedsrichters Richard Hempel blieb aus – ganz zum Unverständnis der Magdeburger. Bereits am Donnerstag gegen Darmstadt waren sie mit den Schiedsrichter-Entscheidungen bekanntlich ganz und gar nicht einverstanden gewesen.

Der Club war nun nach der so strittigen Szene auf der Alm am Drücker. Scienza prüfte Arminia-Torhüter Martin Fraisl mit einem Flachschuss (26.) – die beste Möglichkeit der Gäste bis dahin. Daraufhin kamen mal wieder die Gastgeber zum Abschluss: Massaya Okugawa setzte das Leder drüber (28.).

Nun leistete sich Bittroff einen großen Schnitzer: Sein Rückpass zu Torhüter Reimann geriet zu kurz, Jomaine Consbruch erlief die Kugel und ließ dem Keeper im direkten Duell keine Chance (30.). Die Gäste waren nach dem 0:1 nicht verunsichert. Bittroff köpfte rüber (34.) und ein Schuss von Baris Atik ging rechts vorbei (37.).

Der FCM war dran, aber hätte fast das zweite Tor kassiert: Janni Serra verfehlte die linkere obere Ecke (44.). Atik scheiterte frei im Strafraum (45.). Dann war Pause. Blau-Weiß hätte durchaus ein Unentschieden verdient gehabt. Wäre da nicht der Patzer gewesen.

Die Arminia hat mehr Chancen und erhöht

Nach der Pause plätscherte das Spiel zunächst vor sich hin – aber nur recht kurz. Dann wurden die Hausherren zweimal gefährlich: Robin Hack schoss daneben (52.) und Okugawas Abschluss war leichte Beute für Reimann (54.). Und nun kamen auch die Magdeburger im zweiten Durchgang an: Fraisl parierte einen Kopfball von Atik stark (55.) und Bittroff zog aus der Ferne ab (55.). Zwei Minuten später brachte Titz Ceka, Scienza ging runter. In der Folge machte der FCM Druck, aber die Gastgeber kamen auch zu Entlastung: Arminias Hack köpfte rechts vorbei (61.).

Bielefeld Okugawa ging vier Minuten später ins Dribbling, ließ Andreas Müller stehen und passte auf Christian Gebauer: Und der Österreicher schob zum 2:0 für die Ostwestfalen ein. Bielefeld hatte nun Oberwasser: Consbruch traute sich, aus der zweiten Reihe zu schießen und verfehlte den Kasten knapp (66.).

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Tatsuya Ito und Jamie Lawrence kamen für Bittroff und Müller auf den Rasen (67.), Kwarteng rückte ins Mittelfeld. Doch auch nach dem Wechsel zeigte sich ein Problem, dass sich bis zu diesem Zeitpunkt durch den zweiten Durchgang zog: Es fehlte Durchschlagskraft und gleichermaßen Effizienz beim FCM.

Ganz anders bei den Bielefeldern: Nach einer Ecke zog Hack aus der Distanz ab und der Ball landete im Kasten – ein Treffer der Marke Traumtor (72.). Doch entschieden war die Partie noch nicht. Weil der reingebrachte Ito nur 20 Sekunden nach Wiederanpfiff auf 1:3 verkürzte. Der ja ebenfalls eingewechselte Ceka hatte auf ihn geflankt. In der Schlussphase war der FCM unzweifelhaft bemüht. Zu einer hundertprozentigen Chance kam der Club in den letzten Minuten nicht mehr. Auch nicht der in Minute 80 von Titz gebrachte Stoßstürmer Kai Brünker. So endete die Hinrunde sehr bitter für die Magdeburger.