Magdeburg (dpa) l Mit einer gehörigen Portion Verbitterung verlässt Torjäger Robert Weber den Spitzenreiter der Handball-Bundesliga, SC Magdeburg, zum Saisonende. In einem Interview mit dem Podcast "Kreis Ab" sagte der Österreicher, er spüre schon längere Zeit kein Vertrauen mehr durch die Führungsriege des Clubs. Gespräche zu einer Vertragsverlängerung über das Jahr 2019 hinaus seien nie richtig in Gang gekommen. Er hätte sich vorstellen können, noch weitere drei bis vier Jahre für Magdeburg zu spielen, wo sich seine Familie sehr wohl fühlt.

"Ich habe zehn Jahre alles für den Verein gegeben und dass es aktuell jetzt mich so betrifft, tut mir schon weh", sagte der Rechtsaußen, dem aus Altersgründen nur ein Jahresvertrag mit gekürzten Bezügen angeboten worden sein soll. Zuletzt wurde der 32-Jährige kaum bis gar nicht mehr berücksichtigt, spielte nur noch sporadisch. "Für eine Stammkraft ist das schon ein Schlag ins Gesicht. Dass dann auch die Leistung darunter leidet, ist auch menschlich. Ich habe Spaß beim Training, treffe auch, kann es nur auf der Platte nicht mehr zeigen", sagte Weber.

Wo Weber in der nächsten Saison spielt, ist weiter offen. Er möchte am liebsten noch einmal Champions League spielen. Ein Wechsel ins Ausland ist dabei genauso möglich wie ein Verbleib in der Bundesliga. "Ich habe noch Ziele, möchte Geschichte schreiben. Ich habe die ewige Torschützenliste der Bundesliga vor Augen, in der ich gegenwärtig Rang acht oder neun belege. Wenn es die Möglichkeit gäbe, nochmal oben anzugreifen und dann in den Geschichtsbüchern der HBL zu stehen, würde mich das natürlich stolz machen", betonte Weber.

Mittlerweile haben sich auch Spieler und Trainer zum Interview geäußert.