Heyrothsberge l Hinter Landesligist Union Heyrothsberge liegt eine durchwachsene Vorbereitung. Nach dem „Auftaktsieg“ gegen Zörbig im ersten Testspiel blieb die Mannschaft von Trainer Andre Hoof in vier Spielen erfolglos und konnte lediglich in Tagerhütte ein 0:0-Unentschieden erringen.

Hoofs Co-Trainer Schumburg sah während er Vorbereitung jedoch nicht nur die blanken Ergebnisse, sondern auch, wie diese entstanden. „Es gehört dazu, dass wir ein Testspiel auch mal verlieren. Wichtig war, dass die Mannschaft nicht so schlecht gespielt hat, wie die Ergebnisse es vielleicht vermuten lassen.“ Insbesondere die Trainingsbeteiligung und den Einsatz lobte er mit Blick auf vier intensive Wochen der Vorbereitung. „Letztlich ist es durchaus verständlich, dass an den Wochenenden der eine oder andere Spieler mal nicht bei 100 Prozent ist, wenn er sich unter der Woche bereits ausgepowert hat“.

Kaum personelle Probleme während Vorbereitung

Ein Problem, dass viele Vereine während der Vorbereitungszeit hatte, blieb dem Heyrothsbergern zum Großteil erspart. Um Personalsorgen musste sich keiner der Verantwortlichen Gedanken machen. Stattdessen erschwerten Absagen der gegnerischen Teams die Vorbereitung, doch Hoof und Schumburg nutzten das kurzfristig freigewordene Wochenende zu einer spontanen Trainingseinheit auf dem während der ersten Testspiele genutzten Ausweichplatz in Ziepel. Dennoch war nach dem spielfreien Sonnabend der Rhythmus weg, sodass die nächsten drei Partien allesamt verloren gingen.

Regenerationszeit vor Pflichtspielauftakt

Doch vor dem ersten Pflichtspiel gegen Eintracht Elster aus der Verbandsliga soll alles anders werden. Auf das zuletzt übliche Testspiel unter der Woche wurde diesmal verzichtet und den Spielern stattdessen ein wenig Regenerationszeit gegeben. „Ein Pokalspiel ist nochmal etwas ganz anderes, als ein Testpiel, deshalb denke ich, dass das Team die letzten Ergebnisse schnell abhaken und sich auf schwere Aufgabe gegen Elster konzentrieren wird“, so Schumburg.

Dass die Aufgabe gegen den Vorjahresfünften aus der höchsten Liga des Landes nicht leicht wird ist allen klar, dennoch sieht der Co-Trainer sein Team nicht gänzlich chancenlos. „Wenn wir das auf den Platz bringen, was wir uns für die gesamte Saison vorgenommen haben, können wir den Favoriten ärgern, vielleicht sogar zu Fall bringen.“

Ausfälle erschweren Pokal-Duell

Erschwert wird dieses Vorhaben durch die Ausfälle zweier Stammspieler der vergangenen Saison. Abwehrspieler Christian Krümling und Kapitän Marcus-Antonio Bach stehen Union Heyrothsberge aus privaten Gründen nicht zur Verfügung. Insbesondere der Ausfall Bachs, der sich in der Vorbereitung bereits zweimal in die Torschützenliste hatte eintragen können, wiegt schwer. Adäquaten Ersatz zu finden wird die wichtigste Aufgabe für das Trainerteam.

Einen Einblick in die taktische Marschroute wollte Schumburg noch keine geben. „Natürlich muss man gegen einen höherklassigen Gegner zunächst immer defensiv gut stehen, aber die Vorbereitung hat gezeigt, dass wir immer für ein Tor gut sind. Selbst wenn Andre und ich der Mannschaft eine Defensive Grundordnung für Sonnabend verordnen, wird unsere Offensive nicht komplett abgemeldet sein. Ohne Tore gewinnst du am Ende eben doch nicht – erst recht nicht gegen eine Verbandsligisten.“ Allerdings muss dafür zunächst ein neuer Torjäger gefunden werden, der die angesprochenen Treffer erzielt. Daniel Stridde, der in der Vergangenheit immer für ein wichtiges Tor gut war, verließ Union im Sommer. Endgültig über die Taktik entschieden wird im Abschlusstraining.

Blick in die Geschichtsbücher macht Mut

Hoffnung macht ein Blick in die Geschichtsbücher. Zuletzt in der ersten Runde des Landespokals ausgeschieden ist der SV Union Heyrothsberge in der Saison 2015/2016. Damals stand es im Duell mit der SG Germania Wulferstedt nach 12o Minuten 4:4 (3:1)-Unentschieden und das Elfmeterschießen musste über den Sieger entscheiden. Seitdem erreichte der Landesligist jedes Jahr zumindest die zweite Hauptrunde. Ein neuerlicher Sieg würde den holprigen Saisonstart schnell in Vergessenheit geraten lassen und zudem neue Euphorie für die kommenden Aufgaben in der Landesliga Nord aufbauen.