Westerhausen l An das letzte Auswärtsspiel der Hinrunde wird der HSC keine guten Erinnerungen behalten. Nach starker und gleichzeitig torloser erster Halbzeit verlor die Elf von Marco Wagner am Ende mit 2:3 gegen den SV Westerhausen.

In einem zu keinem Zeitpunkt unfairen Spiel traf der Schiedsrichter Silvio Rüdiger über 90 Minuten sehr kuriose Entscheidungen. Der am Ende gebrauchte Tag begann bereits vor dem Spiel, denn Trainer Marco Wagner musste auf Duda (Erkrankung) und auf Sacher (Zerrung) verzichten. Dafür kamen Schunaew und Hevekerl in die Startelf.

Bei Dauerregen und schwierigen Platzverhältnissen begann die Partie ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für den HSC. Bereits nach drei Minuten kam Lipowski (3.) zum ersten Torschuss, der aber über das Tor von Klötzer ging. In der Folge entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel beider Mannschaften, das aber meistens zwischen den Strafräumen stattfand.

Halbzeit ohne Tore

Die größte Torchance zur HSC-Führung hatte Krüger (27.), als er nach feinem Pass allein zum Tor unterwegs war, doch der Ball um Zentimeter am Pfosten vorbei ging. Eine nennenswerte Möglichkeit der Gastgeber gab es in den ersten 45 Minuten nicht zu notieren, was für die starke HSC-Defensive sprach. So ging es mit einem torlosen Remis zum Pausentee.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel dann mehr als turbulent. Nach einem Eckball für die Gastgeber rutschte der Ball zu Reitzig (51.) durch, der das Spielgerät nur noch über die Linie drücken musste. Jetzt begannen die katastrophalen zehn Minuten vom HSC, in denen am Ende das Spiel hergeschenkt wurde. Nur sechs Minuten später leistete sich der HSC einen Fehler im Spielaufbau und Roldan-Arias (57.) bedankte sich allein vor Switala. Dem noch nicht genug, setzte ein Freistoß von Borchardt (61.) vor Switala auf dem nassen Untergrund auf und schlug zum 3:0 ein. Somit stellten die Gastgeber das Spiel binnen kurzer Zeit völlig auf dem Kopf.

Krüger mit zweimal Gelb in einer Minute

Aber die Moral sollte stimmen und nach schönem Pass von Stadler traf Krüger (67.) zum 3:1-Anschlusstreffer. Nun rannte der HSC bedingungslos an. Doch Schiedsrichter Rüdiger schien etwas dagegen zu haben. Erst gab er Krüger (81.) unnötig binnen einer Minute zweimal die Gelbe Karte und somit einen Platzverweis.

Aber auch in Unterzahl versuchte der HSC alles und kam durch Siegmund (83.) zur Chance zum 3:2. Doch seinen Schuss aus fünf Metern parierte Klötzer. Zwei Minuten vor dem Ende versenkte Kapitän Girke (88.) einen Freistoß und es stand nur noch 3:2 für Westerhausen. Nun war der HSC drauf und dran das Spiel zu drehen um wenigstens einen Punkt mit auf die Heimreise zu nehmen, doch wieder kam Schiedsrichter Rüdiger ins Spiel und zeigte nun auch Schunaew (90.) den Gelb-Roten Karton.

Dies begrub alle Hoffnungen und mit nur noch neun Mann sollte dem HSC der Ausgleich nicht mehr gelingen. Am Ende stand eine bittere und unnötige 3:2-Niederlage zu Buche, die man sich wegen der zehn Minuten nach Wiederanpfiff zuschreiben muss. Um die ordentliche Hinrunde zu bestätigen, sollte am Sonntag zum letzten Hinrundenspiel ein Sieg her, wenn man im heimischen Waldstadion die Mannschaft aus Schönebeck empfängt.

Wagner gibt Einschätzung

„Der Schiedsrichter hat auf beiden Seiten katastrophale Entscheidungen getroffen, bei uns leider in den wichtigen Szenen. Nach dem 0:1 verlieren wir unsere Ordnung, dass darf uns nicht passieren.“, so HSC-Trainer Marco Wagner.

Statistik

Haldensleber SC: Switala – Wille (90. Hampel), Schunaew, Zimmermann, Hübner (90. Rosenbach) – Mäde, Girke, Siegmund, Lipowski (61. Stadler), Hevekerl – Krüger.

Torfolge: 1:0 Reitzig (51.) , 2:0 Roldan Arias (57.) , 3:0 Borchardt (61.) , 3:1 Krüger (67.) , 3:2 Girke (88.)

Bes. Vorkommnisse: Krüger/HSC (81. Gelb-Rot) , Schunaew/HSC (90. Gelb-Rot).