Oebisfelde l Nach der doch überraschenden 25:30-Niederlage bei der SG Spergau erwarten die Männer des SV Oebisfelde, Spitzenreiter in der Sachsen-Anhalt-Liga, am Sonnabend mit dem Rangvierten TuS Radis ein Team, das wie Langenweddingen und die erwähnten Spergauer ebenfalls noch Titelambitionen hegt. Anwurf in der Hans-Pickert-Halle ist um 18.30 Uhr.

Konkurrenz schläft nicht

Die SVO-Männer um ihren Trainer Thomas Meinel stehen nach der Niederlage in Spergau schon etwas unter Druck. „Ich habe im Vorfeld des Rückrundenstarts gesagt, dass wir noch lange nicht durch sind. Die Konkurrenz wird auf der Lauer liegen und, sollten wir uns Ausrutscher leisten, zur Stelle sein“, betonte Trainer Meinel.

Dass das bereits nach dem ersten Rückenrundenspiel des SVO der Fall ist, war nicht abzusehen, hatte aber seine Gründe. „Wir waren in Spergau einfach nicht gut. Sowohl in der Abwehr als auch in der Offensive haben wir uns viel zu viele Fehler geleistet. So dürfen wir nicht noch einmal auftreten. Schon gar nicht gegen Radis“, erklärte Trainer Meinel.

TuS Radis hat Aderlass

TuS Radis, einst Weggefährte des SVO in der Mitteldeutschen Oberliga, verließ diese nach Ende der vergangenen Saison, trotz eines starken siebten Platzes, aus finanziellen Gründen. Zur Folge hatte das den Weggang von Stammspielern. Doch TuS hat den Aderlass offenbar gut kompensiert, spricht im Kampf um den Titel ein Wort mit. Dass mit den Radisern zu rechnen sein wird, bekamen die Oebisfelder zum Saisonauftakt zu spüren. Zwar siegte der SVO knapp mit 30:28, doch es war ein Kraftakt, wie sich Trainer Meinel erinnerte.

Einen Kraftakt erwartet der SVO-Übungsleiter auch am Sonnabend. „Es wird wahrscheinlich ein Spiel auf Augenhöhe, das wir natürlich für uns entscheiden wollen. Wir müssen aber im Gegensatz zum Spergau-Spiel mit einer sehr konzentrierten Leistung aufwarten. Vor allem unsere Abwehr muss stehen“, erklärte Thomas Meinel und merkte an: „Radis wartet mit zwei starken Akteuren auf den beiden Außenbahnen auf. Dort und in der Mitte, wo der erfahrene Stefan Blechschmidt das Spiel lenkt, müssen wir in der Defensive ansetzen und akribisch arbeiten. Im Angriff gilt es Ruhe zu bewahren. Vor allem wenn wir zum Positionsangriff übergehen. Schnelle, nicht gut vorbereitete Abschlüsse sollten und müssen wir vermeiden.“

Zurückgreifen kann Trainer Meinel wieder auf Routinier Andreas Kalupke. Aus privaten Gründen konnte er in Spergau nicht auflaufen. Seine Erfahrung ist besonders in der Abwehr gefragt.

Unsicher ist dagegen der Einsatz des jungen Tim Schroeter. Der Rückraum-Mann hat Probleme mit dem Knie, spielte in Spergau nicht und steht morgen gegen Radis auf der Kippe. Außerdem plagt sich Florian Kamm mit einer Erkältung herum, konnte unter der Woche nicht trainieren.