Magdeburg. Nachdem die Handballer des BSV 93 zuletzt in heimischen Gefilden einen Kantersieg feierten, wurde der Aufwärtstrend im Spiel der Sachsen-Anhalt-Liga in Calbe jäh gestoppt. Mit 27:31 (13:14) unterlagen die Olvenstedter bei den Saalestädtern und gaben die Tabellenführung an die siegreichen Gastgeber ab.

Die Mannschaft mit der besseren Deckung wird das Spiel gewinnen, blickte Calbes neuer Trainer René Linkohr vor seinem Heimdebüt voraus und sollte recht behalten. Im Angriff hatte der BSV Schwierigkeiten gegen die offensiv heraustretenden Verteidiger, wohingegen die eigene Deckung insgesamt zu passiv und statisch agierte. Dennoch hätten allein die vergebenen "hundertprozentigen" Chancen in der Schlussphase für die Gäste zum Punktgewinn gereicht. In diesen Situationen versagten den BSV-Spielern aber die Nerven.

Bis zum 7:6 aus Gästesicht verlief das Spiel für den BSV 93 nach Plan, dann zog die TSG auf 13:10 davon. Mit einem Kraftakt glichen die Olven-stedter noch einmal zum 13:13 aus, lagen zur Pause mit einem Tor hinten. In der zweiten Halbzeit lief die Mannschaft des Trainergespanns Eckstein/Lantzsch dann stets einem Rückstand hinterher. Speziell in der Abwehr ließ man die gegnerischen Schützen beinahe unbedrängt ihre Kreise ziehen, die diese Räume auch effektiv zu nutzen wussten.

Dabei wechselten die Gastgeber variabel zwischen eigenem Abschluss aus dem Rückraum, Durchbruch oder Parallelstoß bis zum Außen. Die BSV-Abwehr war nicht in der Lage, sich auf dieses dynamische Spiel des Gegners einzustellen. Viel zu selten schaffte man es im Gegenzug, Calbe sein Kombinationsspiel aufzudrücken. Der BSV versuchte über das Kleingruppenspiel und Zweikämpfe zum Torerfolg zu gelangen. Im zweiten Abschnitt agierte die Aufbaureihe der Gäste hierbei variantenreicher als noch in der ersten Halbzeit und setzte unter anderem die Kreisläufer gekonnt in Szene. Dennoch zeigten die BSV-Schützen in den entscheidenden Aktionen Nerven, verpassten mehrfach den so wichtigen Ausgleichstreffer, so beim Stand von 27:26.

BSV 93: Ch. Fredow, F. Fredow – Auerbach 1, B. Hoffmann 7/4, Berger 2, Draeger 1, Goldschmidt 4, Grüneberg 6/1, Kamm 1, Nowak 4, Pethe, Zengerling 1.