Magdeburg (dh) l Vor dem ersten Anpfiff der Regionalliga-Saison muss Steven Ehebrecht eine heikle Frage beantworten: Wer soll am Sonnabend im Heimspiel gegen den MFBC Leipzig/Schkeuditz im 1,90 Meter langen und 0,9 Meter breiten Schutzraum für Torhüter knien? Einer wird das ganz sicher nicht können. Thorben Harten wird den Floorball Tigers zum Saisonauftakt in der Halle am Siemens-Gymnasium berufsbedingt fehlen. Und offen ist außerdem, ob Tim Reichert zur Verfügung steht. So ist womöglich ein Feldspieler gefordert, wenn der MFBC Leipzig/Schkeuditz anreist. Die Partie beginnt um 18 Uhr.

Zuletzt im Deutschland-Pokal hatte noch Reichert seinen Teil zum Erreichen der nächsten Runde beigetragen. Reichert ist erst 18 Jahre alt, aber verfügt bereits über reichlich Erfahrung bei den Herren. Auch Harten, der zur neuen Saison zu den Magdeburgern zurückgekehrt ist, kann auf viele Jahre zwischen den Pfosten im Jugendbereich zurückblicken. Aber womöglich sind das nicht die einzigen Ausfälle am Sonnabend. Und deshalb ist es gut, dass die Tigers mit den 15-jährigen Antal Bondar und Moritz Seelig zwei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs hochgezogen haben.

Anspruchsvolle Aufgabe

Sie werden nun womöglich ins kalte Wasser geworfen gegen Leipzig/Schkeuditz – und das ohne die Unterstützung von Freunden oder der Familie. Zum Ligaauftakt sind nämlich keine Zuschauer zugelassen, teilen die Tigers mit. Also muss die Mannschaft noch mehr Motivation aus dem eigenen Spiel schöpfen. Und das wird kein leichtes werden: „Das wird für uns eine sehr anspruchsvolle Aufgabe werden“, sagte nämlich Ehebrecht. Aufgrund ihrer spielerischen Qualität seien die Randleipziger in jedem Fall der Favorit. „Wir werden aber unsere Chance suchen.“

So, wie die Tigers zuletzt im Deutschland-Pokal ihre Chance gesucht, vor allem aber gefunden haben. Beim 7:4 gegen den Nord-Regionalligisten MTV Wellingsbüttel hat Ehebrecht die Effizienz vor dem Tor gefallen, die wiederum Jannik Nitsche mit drei Treffern bestätigte. Dabei war die Effizienz in der Vorsaison immer ein wenig das Manko der Magdeburger. Aber es gab auch positive Momente: wie in beiden Spielen gegen Leipzig/Schkeuditz. Zu Hause gewannen die Tigers mit 9:5, auswärts mit 7:5. Und offenbar ist der MFBC der Lieblingsgegner von Philipp Bader, der in den Partien insgesamt neun Treffer erzielte. Oder muss Bader etwa ins Tor: „Auf gar keinen Fall“, sagte oder rief Ehebrecht. „Ihn brauche ich im Feld.“