Magdeburg l So will der TuS 1860 Magdeburg-Neustadt am Sonnabend um 15 Uhr gegen den SSV Havelwinkel Warnau an die zuletzt guten Leistungen anknüpfen. Mit den Altmärkern geht es diesmal gegen einen Gegner, der in der Neustadt noch eine Unbekannte darstellt. „Wir kennen Warnau kaum, haben aber im Training über das Hinspiel gesprochen“, berichtet TuS-Trainer Patrick Horn, der damals noch nicht an der Seitenlinie stand. Zudem wurde zu einem unkonventionellen Mittel gegriffen: „Ich hab mir einige ihrer Spiel-Videos auf Youtube angeschaut, um ein Gefühl für den Gegner zu bekommen.“

Ging der Aufsteiger in den vergangenen Wochen jeweils als Underdog in die Partie, sieht Horn es diesmal anders: „Gegen Warnau ist es ein Fünfzig-fünfzig-Spiel.“ Darum wollen es die Schwarz-Gelben diesmal etwas anders angehen. „Im Vergleich zu den letzten Partien werden wir sicher etwas höher stehen, gegen den Ball früher attackieren und selbst mehr für das Spiel machen“, gibt Horn einen Einblick in den Matchplan. So soll gegen Warnau mindestens ein Punkt daheim behalten werden.

TuS muss punkten

„Wir sind in einer Konstellation, in der wir punkten müssen“, so Horn. Insgesamt vier Zähler sollen es aus dem Heimspiel gegen die nur zwei Plätze besseren Warnauer und dem Gastspiel beim direkten Verfolger Irxleben werden: „Da wäre ein Punkt morgen schon nicht verkehrt.“

Allerdings ist Horn auch in dieser Woche zum Umbauen gezwungen. Mit Innenverteidiger Felix Habeland und Mittelfeldspieler Johannes Meyer fehlen zwei Grundfeste der Vorwochen. Hinzu kommen in der Offensive ein gelb-gesperrter Felix Reuper sowie ein angeschlagener Leon Harter.

„Die ständige Fluktuation macht es nicht leichter. Aber mit Elias Oerke und Daniel Kniesel kommen auch zwei gute Jungs wieder zurück“, erklärt Horn, der sich auf seine endgültige Aufstellung erst kurz vor dem Anpfiff festlegen wird. Fakt ist: „Egal, wer auf dem Platz steht, die Jungs sind motiviert, das 1:5 aus dem Hinspiel zu bereinigen.“

Preussen zum Spitzenspiel in Blankenburg

Zur gleichen Zeit ist der MSC Preussen, der den TuS in der Vorwoche knapp mit 1:0 besiegte, in Blankenburg gefordert. „Wenn der Zweite beim Vierten gastiert, ist das ein richtiges Spitzenspiel“, weiß MSC-Coach Torsten Marks. Mit dem BFV erwartet die Preussen ein „unangenehmer Gegner, der gerne große Mannschaften der Liga ärgert“, warnt er. Nach den beiden Derbys gegen Börde und TuS sieht Marks seine Mannschaft für das Gastspiel im Harz aber gut gewappnet: „Die Spiele unterscheiden sich alle kaum. Auch gegen Blankenburg wird es wieder auf viele intensive Zweikämpfe hinauslaufen. Generell sind wir gerade in einer Phase der Saison, in der wir uns vor allem kämpferisch beweisen müssen.“ Im Harz zählt für die Preussen nichts anderes als der Sieg. „Wir wollen Gardelegen zeigen, dass wir dran sind und dranbleiben. Darum wollen wir auf jeden Fall gewinnen“, gibt Marks die Marschroute vor.

Gardelegen-Stolperstein VfB Ottersleben muss sich derweil wieder gegen ein Top-Team beweisen. Zu Gast im Schwarzen Weg ist der Fünftplatzierte TuS Schwarz-Weiß Bismark. Ein nächster guter Gegner also für Trainer Oliver Malchaus Ansatz: „Wir wollen in den Spielen punkten, in denen es keiner von uns erwartet.“

Anders verhält es sich im Duell des MSV Börde gegen Schlusslicht Niegripp, hier ist ein Heimsieg Pflicht: „Wir wollen natürlich die drei Punkte bei uns behalten“, so Trainer Marcus Mähnert.