Oschersleben l Im Nachholspiel des dritten Spieltags der Fußball-Landesklasse 3 setzte sich der Oschersleber SC am Samstagnachmittag mit 2:0 (1:0) gegen den SV Darlingerode/Drübeck durch und kletterte damit auf den zweiten Tabellenrang.

Begegnung auf schwierigem Geläuf

Auf dem Papier sah die Partie nach einer klaren Sache aus: Die bis hierhin ungeschlagenen Oschersleber empfingen den Tabellenletzten, der noch ohne Zähler ist. Die Wahrheit lag dann aber auf dem Platz, mit dem der OSC selbst haderte. Aufgrund von Arbeiten auf der eigenen Anlage trägt die Mannschaft von Trainer Torsten Rennert die Heimspiele beim VfB Oschersleben aus. „Der VfB hat sich sichtlich bemüht, den Platz herzurichten. Dennoch hatte er einige Löcher und die Kastanien verbesserten die Situation nicht“, berichtete der Übungsleiter.

Dementsprechend war auch das Spiel nicht schön anzusehen, der OSC tat sich zunächst schwer und musste nach nur elf Minuten einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Torhüter Christoph Rütze hatte sich nach einem kurzen Sprint eine Zerrung zugezogen und konnte nicht mehr weitermachen. Er wurde durch Martin Rothämel ersetzt. Nur fünf Zeigerumdrehungen später ging der favorisierte OSC dann auch in Führung. Magnus Westphal versenkte einen Freistoß direkt in die rechte, untere Ecke des SV-Kastens. In der Folge agierten die Gastgeber taktisch diszipliniert, ein Spielfluss kam nach den Vorstellungen des Trainers aber nicht zustande.

Das Ergebnis zählt

Im zweiten Durchgang agierte Oschersleben dann besser und erarbeitete sich weitere Möglichkeiten, frühzeitig für eine Vorentscheidung zu sorgen. Allein das runde Leder landete nicht im Gehäuse der Gäste aus Darlingerode/Drübeck, die ihrerseits sogar eine gute Chance zum Ausgleich liegenließen. Viel mehr hatten sie dann aber auch nicht zu bieten. In der Nachspielzeit gelang dem OSC dann doch noch der zweite Treffer durch Florab Daxha, der nahezu allein auf das gegnerische Gehäuse stürmte und zum 2:0-Endstand versenkte. „Meine Mannschaft hat ihr taktischen Aufgaben gut umgesetzt. Spielerisch war das allerdings noch nicht das, was ich mir vorstelle“, so Rennert weiter. „Im zweiten Durchgang hätten wir den Sack auch früher zumachen müssen. Dann wäre es sicher auch einfacher geworden, noch das eine oder andere Tor zu erzielen.“

Am Ende zählten für den OSC nur die drei Punkte. Nach fünf Spieltagen ist die Rennert-Elf damit das einzige Team der Liga, welches noch ungeschlagen ist. Drei Siege und zwei Remis stehen zu Buche. „Dabei waren wir bei beim Haldensleber SC II besser und hätten auch einen Sieg verdient gehabt“, so der Übungsleiter. Im Klassement rangieren die Oschersleber damit auf Platz zwei. „Den Start in die Saison habe ich so nicht erwartet“, sagt Rennert zu der positiven Bilanz. „Allerdings fehlt uns noch die Konstanz im Spiel. Wir müssen uns in jeder Partie neu beweisen und sind uns bewusst, dass es auch wieder einen Rückschlag geben wird. Im Moment liegen wir über dem Soll“, so Trainer, der diese Spielzeit vorab als „Übergangssaison“ bezeichnete. „Für mich ist wichtig, dass meine Mannschaft sich weiterentwickelt. Das will ich sehen.“ Deshalb sieht er den Zeitpunkt auch als zu früh an, um möglicherweise das Saisonziel zu korrigieren. Denn aktuell liegt der OSC deutlich über dem Vorjahresergebnis mit Rang neun, was es zu verbessern galt.

Statistik

Oscherslebener SC: Rütze (11. Rothämel), Doil, Schneier, Rasch (76. Dolle), Dräger, Röper (87. Breier), Modler, Westphal, Winterberg, Daxha, Fahr

SV Darlingerode-Drübeck: Gülzow, Jordan (71. Bressel), Jungermann, Festerling (75. Stretzel), Rehse, Niehoff (64. Boje), Dreher, Brandt (82. Wienert), Haupt, Lüderitz, Preiß

Schiedsrichter: Feller (Magdeburg )

Zuschauer: 77

Tore: 1:0 Westphal (16.), 2:0 Daxha (90.+2)