Arendsee l Der SV Langenapel hat nach einer guten ersten Hälfte und komfortabler Zwei-Tore-Führung den Testspielsieg gegen den ostaltmärkischen Kontrahenten Preussen Schönhausen verloren. Der Kreisoberligist drehte in Hälfte zwei innerhalb von nur zehn Minuten die Partie zu seinen Gunsten und gewann am Ende mit 4:2.

Zu Beginn der Partie hatten die Gäste ein leichtes Übergewicht. Toni Müller zog bei den in weiß gekleideten Preussen die Fäden im Mittelfeld. Mit guten Bällen in die Schnittstellen der Langenapeler Abwehr versuchte der Kreativkopf seine Mitspieler in Szene zu setzen. Dank eines gut mitspielenden Marco Schmidt im Tor der Rot-Schwarzen, der an diesem Tag voll auf der Höhe des Geschehens war, stand zu Beginn die Null bei Langenapel.

Nach den ersten 20 Minuten und der ersten Trinkpause meldeten sich die Langenapeler in der Offensive an. Die erste hundertprozentige Torgelegenheit für Langenapel ließ Fabian Meyer ungenutzt. Aus fünf Metern Torentfernung war sein Visier noch nicht scharf gestellt.

Meyer trifft zur Führung

Meyer ärgerte sich zurecht, sollte es aber noch in Abschnitt eins besser machen. Die Gelegenheit dazu bot sich dem spielfreudigen Meyer in Minute 35. Der laufstarke Hüne kombinierte sich im Zusammenspiel mit Kapitän Fred Neuling gekonnt in den Sechzehner durch. Dort vollendete Meyer gekonnt und willensstark.

Meyer zeigte nur zwei Minuten nach dem ersten Treffer seine Torjägerqualitäten erneut. Wieder suchte Meyer den schnellen Doppelpass, fand in Marcel Peters den passenden Partner dafür und zog gnadenlos mit rechts aus zehn Metern zum 2:0 ab (37.).

SVL führt zur Pause

Die Gäste fanden gegen das schnelle Spiel der Langenapeler kein Rezept. Zwar kamen nicht alle Bälle bei den Westaltmärkern an, jedoch hielten die Schützlinge von Spielertrainer Marcel Peters das Tempo schwindelerregend hoch. Stets um spielerische Lösungen bemüht, war die 2:0-Führung zur Pause verdient.

Preussen dreht die Begegnung

Nach der Pause schlich sich jedoch der Schlendrian beim SVL ein. Mentalität und Kraft schienen bei klimatischen Extrembedingungen von 36 Grad im Zuge des Testspielcharakters und komfortabler Führung sichtlich zu schwinden. Schönhausen dagegen ging mit Wut im Bauch aus der Pause. Das schnelle Anschlusstor gelang Preussen durch Alec Pumptow (47.) nach einem Lapsus im Aufbauspiel des SVL.

Nur fünf Minuten später gelang dem Angreifer gar der Ausgleich (52.). Benjamin Höhnke spielte Pumptow nach einem Stellungsfehler in der Langenapeler Hintermannschaft frei. Beflügelt vom Ausgleich, blieben die Ostaltmärker am Drücker. Benjamin Höhnke erhöhte auf 3:2 aus Sicht des Kreisoberligisten (55.).

Das Spiel war damit gedreht. Nach einer guten Stunde fingen sich die 51er wieder und mühten sich um mehr Zugriff. Doch Schönhausen verlagerte das Spiel gut in die Breite. Im Zuge der Führung tat das laufintensive Umschaltspiel nach hinten, den Langenapelern umso mehr weh. Zudem kamen in der Offensive die Bälle im letzten Drittel nicht mehr an. Schönhausen schuf dagegen weiterhin Anspielstationen und entschied kurz vor Schluss die Begegnung. Nach Vorarbeit von Alec Pumptow, der eine überragende Leistung mit einem weiteren Scorerpunkt krönte, schlug Höhnke erneut zu (89.) - 4:2.

Peters trotz Niederlage zufrieden

SVL-Spielertrainer Marcel Peters zeigte sich trotz Niederlage zufrieden und ordnete das Spiel wie folgt ein: „Wir hatten vor dem Spiel schon eine Trainingseinheit am Vormittag und in der vergangenen Woche mit den Testspielen insgesamt fünf Einheiten. Das hat man gemerkt. Da war die Luft raus. Wir haben es in der ersten Hälfte taktisch und spielerisch gut gemacht. Wir haben den Gegner gut zugeschoben. Genauso wollen wir weitermachen.“

Statistik

Langenapel: Schmidt – Jacobs (63. Altmann), Liebrecht, Zilt – Schulz (46. Mittermeier), Gäbel, Meyer, Assel – Peters, Neuling – Förster (22. Tölke (80. Gaede))

Schönhausen: Strehmel – Tessmer, Wieske (25. L. Müller), Heidenreich (35. Voigt), Braunschweig – Bleis, Höhnke, T. Müller (25. Brandt), Jankus, Bacholke – Pumptow

Tore: 1:0 Meyer (35.), 2:0 Meyer (37.), 2:1 Pumptow (47.), 2:2 Pumptow (52.), 2:3 Höhnke (55.), 2:4 Höhnke (89.)