Gardelegen l Allerdings traten beide Teams in dieser Spielzeit als Liga-Konkurrenten in einem Duell zweier Verbandsligisten gegeneinander an. Im letzten Spieljahr waren die Gardelegener noch in der Landesliga aktiv.

Dennoch war auch diesmal die Favoritenrolle vorab geklärt. Die Gäste reisten nämlich nicht nur als amtierender Tabellenführer des sachsen-anhaltischen Oberhauses in die Altmark, sondern eben auch als Favorit. Und diese Rolle nahmen die spielstarken Gäste auch gern an. Obwohl die Wittenberger ohne Kapitän Clemens, Rodriguez oder auch Könnecke auskamen, übernahmen sie direkt das Spielzepter.

Allerdings verzichteten auch die Gastgeber auf ihre beste Startelf. So fehlten auf Seiten des SSV mit Simon Bache, Daniel Stehr und Marvin Bogdahn wichtige Stammspieler. Letzterer wird zudem eine längere Pause bekommen, denn er lässt sich am rechten Knie operieren und wird voraussichtlich mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen. Auch Martin Gille und Frank Fehse nahmen zunächst nur auf der Bank platz und wurden erstmal geschont.

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Allerdings stellten die Gastgeber ihre taktische Ausrichtung etwas um. „Wir wollen versuchen, etwas ruhiger mit dem Ball zu arbeiten, nicht gleich jeden in die Spitze spielen. Wir wollen schauen, was wir mit Ballbesitz anfangen können“, so Trainer Norbert Scheinert im Vorfeld der Partie.

Ja, und seine Jungs setzten das auch um. Bei Ballbesitz wurde das Spiel ruhig eröffnet und auch mal der Weg nach hinten gesucht. Allerdings merkte man den SSV-Jungs an, dass sie damit noch einige Probleme hatten.

Dennoch kamen sie ganz ordentlich in das Match. Kapitän Florian Scheinert hatte auch gleich nach fünf Minuten den ersten Abschluss. Elster-Keeper Heidel konnte aber klären.

Danach spielte sich das Geschehen zumeist im Mittelfed ab. Beide Teams schienen sich noch zu beschnuppern und den eigenen Spielfaden zu suchen. Die ganz großen Chancen kamen aber auf beiden Seiten zunächst nicht dabei heraus.

In Minute 25 war es aber soweit. Elsters Neuzugang Marc-André Jürgen (kam von Fortuna Düsseldorf zur Eintracht) legte sich den Ball auf den starken Linken und zirkelte das Leder ins lange, untere Eck zur Gästeführung - 0:1 (25.).

Auch in der Folge blieben die Eintrachtler spielbestimmend, obwohl nach gut 30 Minuten Gütte, der Heidel schon umkurvt hatte, und Bergener das 1:1 auf dem Fuß hatten. Stattdessen legten die Gäste aus Elster nach. Nach einer Flanke, die von der rechten Seite genau an den langen Pfosten segelte, war Pitt Schultz per Kopf zur Stelle und nickte zum 0:2 ein.

Doch die Platzherren kamen noch vor der Pause zurück. Gütte nahm ein Elfmetergeschenk von Bormann, der wirklich nur den Ball spielte, an und Kapitän Scheinert ließ sich nicht zweimal bitten - 1:2 (45.).

Nach dem Wechsel zeigte sich der SSV ebenbürtig, ließ aber direkt vor der Kiste die ganz große Präsenz vermissen. Auf der anderen Seite deutete sich das 1:3 bereits an. Zunächst vergaben die Gäste einen indirekten Freistoß im 16er, nachdem Haak den Ball zu Mette spitzelte und der nur noch aufnehmen konnte.

Nur fünf Minuten später klärte Mette erneut zur Ecke. Auch einen Freistoß und den anschließenden Versuch von Bormann klärte er. Doch in Minute 69 war er machtlos.

Zunächst wurde er von Marc Plewa umkurvt. Wenig später klatschte der Ball vom Innenpfosten in die Maschen - 1:3. Und dieser Treffer war auch der Todesstoß für den SSV 80.

In der Folge verpassten die Gäste durchaus einen höheren Sieg, obwohl Scheinert per Freistoß in der letzten Minute auch die Ergebnisksometik für Gardelegen auf dem Fuß hatte.