Staßfurt l Schon in jungen Jahren sollten Fußballer mit Drucksituationen umgehen können. Um das zu lernen, gibt es doch kaum eine bessere Möglichkeit als ein Entscheidungsschießen. Beim SV 09 Staßfurt waren am Wochenende gleich zwei Teams in einem solchen gefordert, bewiesen Nervenstärke und erreichten jeweils die zweite Runde im Sachsen-Anhalt-Pokal.

D-Jugend

TuS 1860 Magdeburg - SV 09 Staßfurt 1:3 n.E. (0:0)

Die Staßfurter waren der Favorit, gastierten sie als Verbandsliga-Vertreter (Talenteliga) doch beim Landesliga-Team aus der Landeshauptstadt. Und so waren sie über weite Strecken auch tonangebend. Es mangelte einzig an der Chancenverwertung. So fiel auf beiden Seiten nach zweimal 30 Minuten und der zehnminütigen Verlängerung kein Treffer. Das Entscheidungsschießen musste her. Und in diesem hatten die Gäste mit Ilias Aziz Ghanay, Max Leopold und Philipp Schneider gleich drei sichere Schützen, während TuS nur einmal traf.

C-Jugend

1. FC Bitterfeld-Wolfen - SV 09 Staßfurt 8:9 n.E. (4:4)

Für den Verbandsligisten aus Staßfurt war es ein Start nach Maß beim Auswärtsspiel gegen Bitterfeld-Wolfen (Landesliga). Janek Telge mit einem Doppelpack (18./27.) und Justin Faatz (31.) brachten die 09er klar in Front. Nach einem Treffer der Gastgeber vor der Pause erhöhte Lucas Nagel 22 Minuten vor dem Ende sogar auf 4:1. Doch das reichte noch nicht, um auf der sicheren Seite zu sein. Der 1. FC Bitterfeld-Wolfen setzte zur Schlussoffensive an. Und diese war mit drei Treffern zum 4:4 erfolgreich.

Die Akteure waren also vom Punkt aus gefordert. Und die besseren Nerven hatten dabei die Gäste. Nachdem Pierre-Lukas Block, Justin Faatz, Valentin Weinert und Willy Ben Korte schon für die Staßfurter sicher verwandelt hatten, trat Tran Hong Duc Rudatus als letzter Schütze für die Gäste an. Und der Stürmer blieb ebenfalls kaltschnäuzig und ließ sein Team mit dem Treffer zum 9:8-Sieg in großen Jubel ausbrechen.