Stendal l Das waren in einem Regenspiel drei ganz wichtige Punkte für die Stendaler im Abstiegskampf.

Am Ende waren sich beide Trainer einig, dass die Stendaler auf Grund der zweiten Halbzeit verdient gewonnen haben, aber wenn das 0:2 gefallen wäre, dann hätte es wohl einen Strausberger Sieg gegeben.

Salge ersetzt Krüger

Die Stendaler begannen mit Max Salge für Martin Krüger (nach Krankheit noch nicht fit) auf der rechten Seite und in der Innenverteidigung mit Tim Schaarschmidt und Marcel Werner. Sebastian Hey wurde später eingewechselt. „Sebastian hat zuletzt stark gespielt, aber Tim und Marcel sollten das heute spielerisch lösen. Ich glaube, das war eine gute Entscheidung“, erklärte Lok-Trainer Jörn Schulz diese Maßnahme.

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Es dauerte eine Weile, bis die Partie in Gang kam. Ein Kopfball von Martin Gödecke war das erste Achtungszeichen der Stendaler (15.). Der erste Treffer gelang jedoch den Gästen, als der Ball nach einem Schuss von Mathias Reischke durchrutschte.

Führungstreffer umstritten

Der Schiri zögerte kurz, sprach sich noch mit seinem Assistenten ab und gab schließlich den Treffer. Die Stendaler protestierten umsonst auf Abseits – 0:1 (28.). Danach war bei den Gastgebern eine Verunsicherung zu verspüren. Die rochierenden Spitzen der Strausberger wurden zwar gut verteidigt, aber kaum Chancen kreiert. Die Gäste waren dem zweiten Tor näher.

Erst kurz vor der Pause prüfte Niclas Buschke den FCS-Torhüter Marvin Jäschke (Sein Trainer Christof Reimann: „Der hat Regionalliga-Niveau“), der super parierte, mit einem satten Hinterhaltsschuss.

Lok kommt mit Schwung aus der Kabine

Nach dem Wechsel kam Lok mit neuem Schwung aus den Kabinen. Tim Schaarschmidt hatte per Kopfball die Chance zum Ausgleich. Der Ball ging daneben. Die Stendaler erhöhten den Druck.

Gödecke markiert Ausgleich

Es dauerte aber bis zur 67. Minute, ehe Martin Gödecke nach Flanke von Buschke per Kopfball den umjubelten Ausgleichstreffer markierte. Lok ging danach noch mehr ins Risiko, und wäre fast bestraft worden. Den Strausbergern, die sich auf dem Ergebnis ausruhten und fast nur noch lange Bälle schlugen, wäre fast das 2:1 geglückt. Der Ball von Reischert ging jedoch an die Latte (74.).

Gegen Ende der Partie mobilisierten die Altmärker noch einmal alle Kräfte, nur ein Punkt im eigenen Stadion war in der prekären Abstiegs-Situation zu wenig. Buschke, der auf seiner linken Seite auch einige unglückliche Szenen hatte, wurde zum Matchwinner, als er zum 2:1 einschoss (80.). Strausberg fand danach keine Mittel mehr, um dem Spiel noch eine Wende zu geben.

Stendal gewann diese Partie am Ende verdient 2:1 und holte im Dauerregen drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Die Begegnung hätte aber auch eine andere Wendung nehmen können.