Stendal l Am Sonntag ist für den Fußball-Oberligisten 1. FC Lok Stendal das erste Pflichtspiel nach der Winterpause angesetzt. In einer Nachholpartie der Hinserie erwartet Lok den Greifswalder FC. Anstoß ist im Hölzchen um 13.30 Uhr. Geleitetet wird die Partie von Jacob Pawlowski. Ob gespielt wird, das wird am Sonnabendvormittag nach einer Platzbegehung final entschieden.

„Wir gehen fest davon aus, dass wir spielen. Wir müssen und wollen diese Partie austragen, wann sollen wir denn sonst spielen?“, sagt Loks Vize Guido Klautzsch.

Greifswalder FC siegt in der Vorsaison

In der Vorsaison haben die Greifswalder beide Partien gegen Stendal gewonnen (1:0, 3:2). Sie sind auch am Sonntag wieder in der Favoritenstellung. Greifswald ist derzeit Dritter (36 Punkte) und kann mit einem Sieg die Tabellenführung übernehmen.

Die Generalprobe ist dem GFC gelungen. Bei der U19 von Hertha BSC Berlin siegte Greifswald 4:1. Zwei Tore von Krolikowski und ein Appiah-Treffer reichten zur 3:0-Halbzeitführung. Im zweiten Abschnitt legte John Berger per Elfmeter nach.

Auch auf Verstärkung durfte sich der Lok-Gegner freuen. Velimir Jovanovic kehrt zurück. Der 32-jährige kommt vom FC Rot Weiß Erfurt.

Roland Kroos verlängert Vertrag

Zudem setzt der Greifswalder FC weiterhin auf Chefcoach Roland Kroos (Vater von Toni Kroos). Der Oberligist und der 60-jährige verlängerten den zum Ende der aktuellen Saison auslaufenden Arbeitsvertrag bis zum 30. Juni 2023.

Die Stendaler stehen im unteren Tabellenfeld noch über den Strich und haben gegenüber der Konkurrenz noch zwei Nachholer in der Hinterhand.

Altmärker brauchen Punkte

Punkte gegen vermeintliche Favoriten sind eine Zugabe im Abstiegskampf, die die Ostaltmärker gerne holen wollen. Trainer Jörn Schulz steht fast der komplette Kader zur Verfügung. Lediglich Maurice Pascale Schmidt plagt sich mit einer Verletzung herum. Deshalb sehnen sich die Verantwortlichen auch nach einem Anpfiff am Sonntag. „Es wird Zeit, dass es endlich wieder losgeht“, sagt unter anderem Torwarttrainer Manuel Mauritz.

Am Mittwoch hatten die Stendaler ihr letztes Testspiel vor dem scharfen Start. Zu Gast auf den Kunstrasenplatz im Hölzchen war das A-Juniorenteam des FC Rot-Weiß Erfurt gewesen. Die Altmärker siegten 7:2 (4:0).

Klare Führung für Lok Stendal

Niclas Buschke und Tim Kolzenburg brachten die Stendaler schnell 2:0 in Front. Nach einem Hinterhaltsschuss von Buschke staubte Martin Gödecke zum 3:0 ab. Wunderschön war der Treffer zum 4:0, als Kolzenburg mit einem Heber erfolgreich war.

Nach der Pause sorgten zwei Ecken für das 5:0 und das 6:0. Erst trafen die Erfurter ins eigene Netz, dann war Vincent Kühn erfolgreich. Die Gäste trafen in der Folge auch zweimal, ehe Martin Krüger der letzte Treffer der Partie gelang.

Die Erfurter sind übrigens extra zum Spiel angereist und gleich nach der Partie wieder zurückgefahren. Die Stendaler setzten am Mittwoch in beiden Halbzeiten fast zwei verschiedene Mannschaften ein.

„Auf den Druck durch den Gegner, der schon phasenweise vorhanden war, haben wir gute Lösungen gefunden und konnten einige ordentliche Angriffe vortragen. Allerdings müssen wir einfache Fehler, die durch unkonzentriertes Auftreten entstehen, abstellen, da diese in der Oberliga sofort bestraft werden“, meinte Loks Trainer Jörn Schulz.

Statistik

1. FC Lok Stendal: Steffen Westphal (46. Bryan Giebichenstein), Johannes Mahrhold (46. Lukas Pfeiffer), Tim Schaarschmidt (46. Niklas Bittner), Patrick Baudis, Philipp Groß (46. Lorenz Balliet), Felix Behling (46. Sebastian Hey), Steven Schubert, Tim Kolzenburg (46. Martin Krüger), Martin Gödecke, Denis Neumann (46. Tim Seidel-Holland), Niclas Buschke (46. Vincent Kühn) - Trainer: Jörn Schulz

FC Rot-Weiß Erfurt: Tim Bärwalde, Patrick Aguilar Alvarez (46. Aschti Osso), Elias Gorges, Tony Müller, Leon Zoell, Manuel Schiwatsch (67. Jacob Kurschel), Lenny Bach, Frieder Hofereiter (67. Jan-Lucas Bärwolf), Donny Bogicevic, Patrick Meier (46. Kaoa Kahlef), Franz Jobst - Trainer: Robin Krüger

Schiedsrichter: Michael Müller (Stendal), Zuschauer: 30, Tore: 1:0 Niclas Buschke (4.), 2:0 Tim Kolzenburg (25.), 3:0 Martin Gödecke (27.), 4:0 Felix Behling (42.), 5:0 Eigentor (60.), 6:0 Vincent Kühn (65.), 6:1 Jacob Kurschel (72.), 6:2 Jacob Kurschel (74.), 7:2 Martin Krüger (84.)