Stendal l Aber: Im vergangenen Jahr mussten die Stendaler einen Verbandsligisten aus dem Weg räumen. Morgen heißt der Gegner Germania Halberstadt.

Auf dem Papier ist die Sache klar: Lok Stendal geht morgen als Underdog in das Landespokal-Halbfinale gegen Regionalligist Germania Halberstadt. Doch die Ergebnisse vom vergangenen Wochenende sollten den Altmärkern Mut machen. Lok kletterte durch einen 2:0-Heimsieg gegen die viertplatzierte Hertha aus Zehlendorf auf Rang 14. Halberstadt (Platz 8) vergeigte die Generalprobe und verlor trotz Überzahl gegen den ZFC Meuselwitz (Rang 13) 1:2.

Sieger ist möglicherweise im DFB-Pokal

Für beide Teams geht es Am Hölzchen bereits im Halbfinale um den wahrscheinlichen Einzug in den DFB-Pokal. Denn: Schlägt der Hallesche FC heute Abend im zweiten Semifinale Askania Bernburg, ist der Finalgegner des HFC auch als Verlierer qualifiziert, weil die ersten vier Teams der Dritten Liga beim DFB-Pokal dabei sind. Und Halle hat Platz vier bereits sicher.

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Damit steht Lok Stendal exakt vor der gleichen Situation wie in der vergangenen Saison. Vor einem Jahr löste Lok das DFB-Pokalticket im Halbfinale beim Verbandsligisten Blau-Weiß Zorbau. Mit einem schwer erkämpften 1:0 zogen die Altmärker ins Endspiel ein. Dort wartete der Drittliga-Meister 1. FC Magdeburg, der bereits über die Liga für den DFB-Pokal qualifiziert war. Den Profis mussten sich die Altmärker nur knapp mit 0:1 geschlagen geben.

Halberstadt schleppt sich ins Halbfinale

Aufgrund der aktuellen Konstellation bestreiten Stendal und Halberstadt morgen das vermutlich wichtigste Spiel der Saison. Auf dem Weg ins Halbfinale hatten die Halberstädter mit Problemen gegen unterklassige Teams zu kämpfen. Gegen Verbandsligist Edelweiß Arnstedt und gegen Union Sandersdorf (Oberliga) musste Germania in die Verlängerung. Lok Stendal fertigte zuletzt Oberligist VfL 96 Halle im Viertelfinale mit 5:1 ab.

Lok ist Drucksituation gewohnt

Außerdem haben die Stendaler seit Wochen durch die schwierige Lage in der Liga Erfahrung mit Endspielen. Denn jede Partie stellt ein kleines Finale um den Klassenerhalt dar. Die Germania ist indes im Niemandsland der Regionalliga unterwegs, ohne Ambitionen nach oben oder unten.

Doch die Ergebnisse der Vergangenheiten zählen nicht. Auch wenn Germania Halberstadt klarer Favorit ist, beginnt dieses Spiel bei null. Und wenn die Stendaler Spieler alles reinhauen und die Fans von den Rängen die Kicker antreiben, ist die zweite DFB-Pokalteilnahme in Folge möglich. Das wäre auch nur fair. Denn das ganz große Los hatte Lok Stendal mit Arminia Bielefeld nicht gezogen.