Wernigerode l Die Red Devils haben das Halbfinal-Ticket gelöst! Nach dem 4:1-Sieg beim VfL Red Hocks Kaufering im ersten Playoff-Viertelfinalspiel behielt das Team von Trainer Gary Blume auch in heimischer Stadtfeldhalle deutlich mit 9:3 die Oberhand und entschied die „Best-of-three“-Serie damit vorzeitig zu seinen Gunsten. Im Semifinale um die Deutsche Floorball-Meisterschaft treffen die Harzer nun auf den TV Lilienthal. Das erste Spiel der Halbfinalserie findet am Sonntag, 1. Mai, um 16 Uhr in der Stadtfeldhalle Wernigerode statt.

Die zweite Viertelfinalpartie begann aus Sicht der Devils alles andere als erwünscht. Die Gäste aus Baywern gingen in der dritten Minute in Führung und legten wenig später zum 0:2 nach. Erst drei Minuten vor Ende des ersten Drittels leitete Eemeli Kyllönen mit dem Anschlusstreffer die Wende ein. Überhaupt knüpften die Roten Teufel im ersten Durchgang nicht an vergangene Leistungen an: das Spiel war zerfahren, viele Fehlpässe und Nicklichkeiten auf beiden Seiten prägten das Geschenen. Kurz gesagt: Die Red Devils waren noch nicht im Spiel.

Devils wachgerüttelt

In der Drittelpause hatte Devils-Coach Gary Blume seine Mannschaft scheinbar wachgerüttelt, denn mit Beginn des zweiten Abschnittes zauberten die Gastgeber ein ganz anderes Spiel auf das Parkett. Nur 29 Sekunden nach Wiederanpfiff traf Ramon Ibold nach Vorlage von Juha-Pekka Kuittinen zum 2:2. Im weiteren Verlauf versenkte der wieselflinke Finne den Lochball zweimal selbst im Gäsetetor. Somit waren die Red Devils nach 40 gespielten Minuten beim Stand von 4:2 auf Halbfinal-Kurs.

Im letzten Drittel hielten die Hausherren an ihrer Marschroute fest. Der frisch eingewechselte Jannes Zilling traf zum 5:2, kurz darauf legten Vojta Krupička und erneut Jannes Zillung zum 7:2 nach. In einer hitzigen Schlussphase gelang Kaufering der dritte Treffer in diesem Spiel, doch die Red Devils konnten ihrerseits durch Bastian Einecke und Robert Müller zwei weitere Treffer zum 9:3-Endstand im bayerischen Kasten versenken.

Wernigerode insgesamt zufrieden

„Mit dem Spiel können wir, abgesehen von den ersten zehn Minuten, sehr zufrieden sein. Wir sind verdient ins Halbfinale eingezogen, aber damit sind die Viertelfinalspiele dann auch abgehakt. Unser Fokus liegt jetzt auf den Duellen mit dem TV Lilienthal, denn für alles andere können wir uns in zwei Wochen nichts mehr kaufen“, so Devils-Coach Gary Blume.

Red Devils: Jokela, Ecklebe - Bothe, Einecke, Krupicka, Müller, Weiß, Ibold, Fiedler, Kuittinen, Krause, Kiikkala, Schmidt, Mertens, Zilling, Hellmund, Niederlein, Kyllönen;

Torfolge: 0:1 Dennis Häringer (2:33), 0:2 Tobias Hutter (6:57), 1:2 Eemeli Kyllönen (17:13), 2:2 Ramon Ibold (20:29), 3:2, 4:2 Juha-Pekka Kuittinen (30:23, 33:53), 5:2 Jannes Zilling (41:51), 6:2 Vojta Krupicka (42:05), 7:2 Jannes Zilling (44:31), 7:3 Johannes Weh (47:13), 8:3 Bastian Einecke (50:45), 9:3 Robert Müller (55:32).