Leichtathletik Ogunleye mit Bestleistung deutsche Kugelstoß-Meisterin
Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye liefert bei der Hallen-DM wie im vorigen Jahr eine Gala. Bitter endet der Abend in Dortmund für Läufer Robert Farken.

Dortmund - Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye ist mit der größten Weite ihrer Karriere erneut deutsche Hallenmeisterin im Kugelstoßen geworden. Die 27 Jahre alte Mannheimerin wuchtete die Kugel zum Auftakt der nationalen Titelkämpfe in Dortmund auf 20,37 Meter und damit noch einmal zehn Zentimeter weiter als vor einem Jahr an gleicher Stelle.
Vor den deutschen Meisterschaften hatte Ogunleye noch einmal über Umstellungen bei ihrer Drehstoßtechnik berichtet. In Dortmund war der fünfte Versuch - den sie mit einem Schrei begleitete - ihr bei weitem bester. „Unglaublich. Ich bin schwer reingekommen und war auch ein bisschen platt. Ich bin so froh, das war ein so schöner Wettkampf“, sagte sie nach dem dritten Hallen-Titel in Folge.
Blick geht Richtung Hallen-WM
Ogunleye zählt zu den wenigen deutschen Medaillenhoffnungen bei den Hallen-Weltmeisterschaften in drei Wochen in Polen. Unter dem Dach hat sie bereits WM-Silber und EM-Silber geholt. Rang zwei ging an Katharina Maisch mit 18,73 Metern. Auch Maisch hat die Norm für die Hallen-WM vom 20. bis 22. März bereits übertroffen.
Bei den Männern war der Münchner Georg Harpf klar überlegen. Der Dritte der U20-WM von 2024 siegte mit persönlicher Bestleistung von 20,46 Metern. Zum 20 Jahre alten Meisterschaftsrekord von Ralf Bartels fehlte aber noch fast ein Meter.
Robert Farken scheidet verletzt aus
Den Titel über 3.000 Meter der Männer sicherte sich in einem stark besetzten Feld Florian Bremm. Der deutsche Jahresbeste gewann in 7:42,05 Minuten vor Hindernis-Rekordler Frederik Ruppert (7:46,81).
Bitter endete der Abend für den Leipziger Robert Farken: Der WM-Sechste über 1.500 Meter griff sich knapp 1.000 Meter vor Schluss an den hinteren rechten Oberschenkel und musste das Rennen verletzt abbrechen. Am Montag soll ein MRT eine genaue Diagnose bringen.
Bei den Frauen siegte Nele Weßel (9:01,35) vor Vanessa Mikitenko (9:03,18), der Tochter der deutschen Marathon-Rekordlerin Irina Mikitenko.