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Leichtathletik Ogunleye „nervös wie nie“ zur Kugelstoß-Bestweite

Nicht nur durch ihr Olympia-Gold hat Yemisi Ogunleye schon so manches in ihrer Sport-Karriere erlebt. Nach dem nächsten Meilenstein in Dortmund überrascht eine Aussage.

Von dpa 28.02.2026, 06:55
Im fünften Versuch stieß Yemisi Ogunleye in Dortmund ihre neue Bestweite.
Im fünften Versuch stieß Yemisi Ogunleye in Dortmund ihre neue Bestweite. Bernd Thissen/dpa

Dortmund - Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye hat nach ihrer nächsten Bestweite bei den deutschen Hallen-Meisterschaften in Dortmund mit einem unerwarteten Eingeständnis überrascht. „Ich muss sagen, ich war heute irgendwie nervös wie noch nie zuvor, auch im Wettkampf“, räumte die Mannheimerin nach ihrem Sieg mit 20,37 Metern ein.

„Ich bin durch die ersten vier Versuche ein bisschen zitternd gegangen, aber ich bin froh, dass ich mich noch einmal zusammenreißen konnte“, berichtete Ogunleye. „Den Bogen zu finden, den Rhythmus zu finden, das ist mir am Ende noch mal gelungen.“

Nachdem zuvor 19,13 Meter die beste Weite waren, packte Ogunleye im fünften Versuch dann sogar zehn Zentimeter auf ihre bisherige Bestleistung drauf. Dieser Stoß war ihr vor einem Jahr ebenfalls in der Helmut-Körnig-Halle bei den deutschen Hallen-Meisterschaften gelungen.

Schon WM-Silber unter dem Hallendach

Dass sich Ogunleye gerade zum Ende hin immer wieder extrem gut konzentrieren kann, hatte sie besonders bei ihrem Olympia-Coup bewiesen. 2024 in Paris sicherte sie sich mit ihrem letzten Versuch Gold. Bei der Hallen-WM in drei Wochen im polnischen Torun zählt die 27-Jährige nach Silber bei WM und EM unter dem Dach erneut zu den Medaillenanwärterinnen.

In Dortmund war sie nach einer leichten Technikumstellung im Schwungarm und bei der Fußbewegung aus dem vollen Training heraus angetreten. Die Konzentration auf das Neue beschrieb sie als mental sehr fordernd. Schließlich passte dann alles zusammen.

„Bei dem Versuch habe ich gesagt, einfach noch mal Vollgas. Ich habe dann auch einen Technik-Tipp bekommen, der - glaube ich - am Ende auch der Schlüssel war“, erzählte Ogunleye. Sie wollte auch ein Signal senden: Anzugreifen sei wichtig gewesen mit Blick auf die internationalen Meisterschaften, zu denen als Höhepunkt die EM im August in Birmingham zählt. Die Konkurrenz wird es registriert haben.