Leipzig. Im Sommer 2012 jubelte der Hallesche FC über den Aufstieg in die 3. Liga, während RB Leipzig erneut in die Röhre schaute. Inzwischen haben sich die Kräfteverhältnisse gedreht. In diesem Sommer zog der "Brauseclub" nach und klopft inzwischen an die Tür zur 2. Liga. Mit einem Sieg gegen den HFC (Sonnabend, 14 Uhr, MDR live) will Leipzig seinen zweiten Rang festigen und dem Aufstiegsplatz in die Winterpause gehen.

Zum Derby gegen den Nachbarn erwartet RBL gut 20 000 Besucher in der WM-Arena von 2006. Anfang der Woche waren schon 12 000 Tickets verkauft. Der Rekordbesuch in der Hinrunde stammt aus dem Spiel gegen Hansa Rostsock - 23 421 Zuschauer sahen Ende November die 1:2-Heimniederlage.

Gegen den HFC wollen sich die Leipziger keinen weiteren Ausrutscher erlauben und hinter dem souveränen Spitzenreiter Heidenheim den zweiten Platz festigen. "Wir wollen das Jahr natürlich mit einem Dreier krönen. Aber wir wissen, was uns erwartet", sagt Torjäger Daniel Frahn, der die Bullen im Hinspiel zum 1:0-Erfolg schoss.

Beim HFC muss man sich dagegen nach unten orientieren. Ein Punkt wäre wichtig, um nicht vor dem Weihnachtsfest auf einen Abstiegsplatz zu rutschen. Dazu müssen die Hallenser aber mal wieder ein Tor schießen - seit 320 Minuten herrscht Ladehemmung. "Das Hinspiel hat gezeigt, dass wir nicht chancenlos sind, wenn wir alles abrufen", sagte Trainer Sven Köhler am Donnerstag optimistisch.

Nach drei Spielen ohne Sieg und Treffer soll Pierre Merkel im Angriff wieder für Torgefahr sorgen. Der Stürmer kehrt nach überstandener Adduktorenverletzung ins Aufgebot des HFC zurück. Zu früh kommt ein Einsatz jedoch für den Trainings-Rückkehrer Maik Wagefeld. Er ist ebenso "noch keine Alternative" wie Robert Schick und Toni Lindenhahn.