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Handball SCM-Keeper Hernandez sieht sich mit Spanien als EM-Außenseiter

Sergey Hernandez trifft mit Spanien in der Vorrunde der Europameisterschaft auch auf Deutschland. Der Keeper des SC Magdeburg sieht das DHB-Team als Favorit der Gruppe.

Von Lukas Reineke 15.01.2026, 07:01
Sergey Hernandez – hier im Testspiel gegen Schweden im November 2025 gegen seinen SCM-Kollegen Daniel Pettersson – bestreitet seine dritte EM.
Sergey Hernandez – hier im Testspiel gegen Schweden im November 2025 gegen seinen SCM-Kollegen Daniel Pettersson – bestreitet seine dritte EM. Foto: IMAGO/TT

Herning/Magdeburg - Am Donnerstagabend wird es ernst. In Herning und Oslo wird die Handball-Europameisterschaft angepfiffen. Und Sergey Hernandez ist mittendrin. Der Torwart des SC Magdeburg trifft im Eröffnungsspiel in Herning (18 Uhr/Dyn) mit der spanischen Mannschaft auf Serbien. „Das wird gleich zu Beginn hart für uns. Sie spielen wirklich sehr körperbetont. Bei den Spielern, die sie haben, und dem System, das sie spielen, wird es schwer, sie zu schlagen“, sagt Hernandez auf der SCM-Website.

Die Partie ist auch aus deutscher Sicht relevant, denn beide Teams sind auch Vorrundengegner der DHB-Auswahl. Die Iberer werden am Montag (20.30 Uhr/ZDF) zum Abschluss der ersten Turnierphase auf Deutschland treffen. „Deutschland ist für mich einer der Favoriten bei der EM: Sie haben eine gute Jugendarbeit, mit Julian Köster einen der komplettesten Spieler, den ich seit langem gesehen habe, und im Tor mit Andreas Wolff absolute Weltklasse. Das wird hart für uns“, schiebt der 30-jährige SCM-Schlussmann, der bisher 72 Länderspiele und zwölf Treffer auf seinem Konto hat, den Druck zum Olympia-Zweiten.

Trainer Jordi Ribera, der das Team seit 2016 betreut und seither zwei EM-Titel und fünf weitere Medaillen mit Spanien gewann, gab sich gegenüber „Todo Alicante“ ebenfalls zurückhaltend: „Die Auslosung ist deutlich ungünstiger als das schlimmste Szenario, das wir uns ausgemalt hatten. Mit Serbien, Österreich und Deutschland ist es eine sehr schwierige Gruppe.“

Ex-Magdeburger Serradilla vor EM-Premiere

Diese konservative Haltung hat auch mit den letzten Turnieren zu tun, wenngleich es bei den Olympischen Spielen in Paris die Bronzemedaille gab. Bei der WM 2025 scheiterte Spanien jedoch in der Hauptrunde. Bei der EM 2024 war sogar schon nach der Vorrunde Schluss. Zudem gab es in der Vorbereitung einen Dämpfer. Nach Siegen gegen die Slowakei (43:26) und Tunesien (37:28) verlor das Team das Finale beim Turnier in Pamplona gegen Portugal mit 31:34. „Im Moment geht es dem Team darum, diese Konstanz beim Erlernen von Abläufen zu entwickeln“, erklärt Ribera.

Trotzdem möchten die Spanier gern um die Medaillen spielen. Dabei soll neben Hernandez auch der ehemalige Magdeburger Antonio Serradilla helfen. Der 27-Jährige steht vor seinem ersten internationalen Turnier. „Ich kenne Antonio aus seiner Zeit hier in Magdeburg gut. Wenn unsere Kommunikation passt, haben wir einen großen Vorteil. Insgesamt kommen wir über die Mannschaft, das macht uns stark“, erklärt Hernandez und ergänzt: „Wir haben einige junge Spieler dabei, die vielleicht noch nicht so bekannt sind. Da haben wir vielleicht einen Joker in der Hinterhand.“