Valencia (dpa) - Mit seinem momentan besten Tennis-Duo will das deutsche Davis-Cup-Team eine Überraschung gegen Rafael Nadals Spanier schaffen und erstmals seit elf Jahren ins Halbfinale einziehen.

Topspieler Alexander Zverev und Routinier Philipp Kohlschreiber stehen für das Viertelfinale vom 6. bis 8. April in Valencia zur Verfügung, wie der Deutsche Tennis Bund mitteilte. Zum Aufgebot gehören zudem die voraussichtlich für das Doppel eingeplanten Jan-Lennard Struff und Tim Pütz sowie Debütant Maximilian Marterer als Ersatzmann.

"Mit dem Sieg gegen Australien haben wir gezeigt, dass wir auch auswärts gegen große Nationen gewinnen können. Wir sind bereit für die nächste Herausforderung", sagte Teamchef Michael Kohlmann. In Brisbane hatte Deutschland Anfang Februar erstmals seit vier Jahren den Viertelfinal-Einzug in dem traditionsreichen Mannschaftswettbewerb perfekt gemacht.

In der Stierkampfarena von Valencia sind die Gastgeber mit Rückkehrer Nadal Favorit. Der 16-fache Grand-Slam-Turniersieger wird erstmals seit September 2016 im Davis Cup antreten, hat allerdings seit seiner verletzungsbedingten Aufgabe bei den Australian Open vor gut zwei Monaten kein Turnier mehr bestritten. In der kommenden Woche übernimmt Nadal trotzdem wieder die Spitze der Weltrangliste.

In Roberto Bautista Agut und Pablo Carreño Busta stehen zwei weitere Spanier in den Top 20. Zudem sind David Ferrer und Feliciano Lopez nominiert. Kohlschreiber, erstmals seit Februar 2017 wieder dabei, wird als zweitbester Deutscher hinter dem Weltranglisten-Fünften Zverev als Nummer 31 geführt. "Spanien hat 1999 letztmals eine Davis-Cup-Partie vor heimischer Kulisse verloren - eine beeindruckende Serie. Die Atmosphäre in der Stierkampfarena wird mit Sicherheit hitzig", warnte Kohlmann.

Ohne Zwist konnte der 44-Jährige sein Team benennen, Absagen und Streitigkeiten waren im deutschen Davis-Cup-Team in der Vergangenheit oft die Regel. "Alle Spieler haben frühzeitig signalisiert, dass sie für die Partie gegen Spanien zur Verfügung stehen", sagte Kohlmann. Im Aufgebot fehlt der formschwache Mischa Zverev, der ältere Bruder von Alexander Zverev hatte in Australien krankheitsbedingt nicht im Team gestanden.

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